Ausschreibung des Preises des Förderkreises der Evangelischen Akademie Bad Boll

Seit ihrer Gründung in den ethisch-moralischen und politischen Trümmern des nationalsozialistischen Deutschlands versteht sich die Evangelische Akademie Bad Boll als innovativer Mit-Akteur bei der Gestaltung einer demokratischen, sozialen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Die Akademie will Meinungsbildung ermöglichen und Urteilskraft stärken. Menschen sollen in ihren persönlichen und beruflichen Kontexten unterstützt und zu verantwortlichem Handeln ermutigt werden. Um diesen Auftrag weiter in die Öffentlichkeit zu tragen und um Initiativen zu unterstützen, die sich selbst diesen Zielen verpflichtet haben, schreibt die Evangelische Akademie mit ihrem Förderkreis ab 2017 jährlich einen eigenen Preis unter dem Motto „Werte leben – Zukunft gestalten“ aus. Die Preisträger-Initiative erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro. Neben der finanziellen Anerkennung des Beitrags, den diese Initiativen und Projekte zur Gestaltung eines demokratischen Gemeinwesens leisten, hat der Preis das Ziel, den Preisträgern und ihrem Anliegen, aber auch der Evangelischen Akademie Bad Boll mehr Öffentlichkeit und Unterstützung zu verschaffen und über die Zeit ein gemeinsames Netzwerk aus Initiativen und Projekten aufzubauen.

Die Evangelische Akademie Bad Boll und der Förderkreis der Akademie rufen deshalb Projekte, Initiativen, Institution und Personen zur Bewerbung auf, die aus einer wahrnehmbaren christlichen Wertehaltung heraus auf innovative Weise aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen oder zukünftige Herausforderungen in den Blick nehmen, die noch nicht im Bewusstsein der Öffentlichkeit angekommen sind. Thematisch sollten sich die Bewerberinnen und Bewerber in einem oder mehreren Schwerpunktthemen der Evangelischen Akademie Bad Boll verankern können. Die aktuellen Schwerpunktthemen finden sich hier.

Für die erstmalige Ausschreibung des Preises legt der Förderkreis der Evangelischen Akademie Bad Boll den Schwerpunkt auf die Themen „Demokratie weiterentwickeln“ und „Öko-soziale Marktwirtschaft in Zeiten der Globalisierung“ legen: Die politischen Entwicklungen der letzten Jahre – vom Aufstieg autoritärer politischer Kräfte in Europa und weltweit über den Brexit bis hin zu einer breit diskutierten Legitimationskrise der sozialen Marktwirtschaft und der demokratischen Verfassung in Deutschland – haben gezeigt, dass viele der Grundwerte unseres politischen und gesellschaftlichen Zusammenlebens, die wir für selbstverständlich gehalten haben, es in immer breiteren Kreisen nicht mehr sind. Projekte und Initiativen, die sich dafür engagieren, Menschen zur Teilhabe an demokratischen Prozessen zu motivieren, sich aktiv als Teil einer Bürgergesellschaft zu verstehen und demokratisch zu handeln oder die sich für die Stärkung der Idee der öko-sozialen Marktwirtschaft auf ganz praktischer Ebene vor Ort in ihrem Lebensumfeld stark machen, stehen deswegen besonders im Fokus der erstmaligen Ausschreibung des Preises.

Eine Jury aus Mitgliedern der Direktion der Akademie, des Kuratoriums und des Förderkreises sowie Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen und kirchlichen Lebens wird die Preisträgerinnen und Preisträger bestimmen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2017.

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