195620. bis 22. Febr.: Tagung "Werbung und Ethik"; im Anschluß daran Gründung eines "Arbeitsausschusses Weckung des Gemeinsinns" (erste Sitzung 14. Febr. 1957 in Frankfurt) als Vorläufer der "Aktion Gemeinsinn". 1958März: Die Akademie steht mit über 800 Industriebetrieben in Württemberg in laufendem Kontakt. Gefragt sind vor allem die Bad Boller Querschnittstagungen, zu denen Vertreter eines Betriebes aus allen Hierarchieebenen eingeladen werden. Robert Pirker (damaliger Vorstandsvorsitzender der Zahnradfabrik Friedrichshafen): "Die Vorzüge solcher Tagungen sind allgemein bekannt: Wichtiger als das vermittelte Wissen ... ist die Förderung der Zusammenarbeit und das Verständnis für andere Standpunkte ... Mehr als einmal konnten Mißverständnisse und Mißtrauen durch eine Akademietagung beseitigt werden." 19608.bis 10. Jan.: Eröffnung des Parkflügels als Sitz der Jugendabteilung im Rahmen einer Tagung "Jugend in der Demokratie". 19614. Aug.: Gründung der "Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung" in Bad Boll (später: Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung - DEAE). 1962Die erste EKD-Denkschrift mit dem Titel "Eigentumsbildung in sozialer Verantwortung" erscheint. Sie bildet den Anstoß zum Erlaß des "312-DM-Gesetzes" und enthält weithin beachtete Vorschläge, wie die durch die Nachkriegsentwicklung beeinträchtigte Vermögensverteilung in der Bundesrepublik korrigiert werden könnte. Die Veröffentlichung beruht wesentlich auf Initiativen von Eberhard Müller und wurde durch eine Vielzahl von Tagungen zu diesem Themenkomplex in Bad Boll vorbereitet. Eberhard Müller wird Vorsitzender der "Kammer für Soziale Ordnung in der EKD", unter deren Federführung weitere Denkschriften u.a. zur Neuordnung der Landwirtschaft und zur Mitbestimmungsfrage erarbeitet werden. 1966Das neue Bürogebäude in Betrieb genommen (Richtfest am 18. Mai 1966).
(Zusammenstellung: Uwe Walter)
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