Themenbereich Internationale Beziehungen u. nachhaltige Entwicklung
Eine internationale Tagung zum Thema AIDS und Theologie brachte im November 2003 ganz verschiedene Menschen aus aller Welt zusammen. Ein russisch-orthodoxer Mönch, der in einem völlig abgelegenen Gebiet in Russland mit Drogen-abhängigen in einem Kloster lebt, betet und arbeitet, setzte sich u.a. mit den Todeserfahrungen einer Mitarbeiterin eines AIDS-Projekts in Namibia auseinander und hörte sich die Thesen eines deutschen Moraltheologen an. Menschen aus verschiedenen Kontinenten und kulturellen Hintergründen haben sich im Kampf gegen die todbringende Krankheit den Fragen nach Heil, Heilung, Schuld, Gerechtigkeit und kirchlicher wie politischer Verantwortung gestellt. Sie haben Anstöße formuliert, wie die Prävention auf allen Ebenen zu verstärken sei.
Ein großer Aufwand, schon allein wegen der zu leistenden Übersetzungsarbeit, aber auch unerlässlich in dem Themenbereich, der sich mit internationalen Beziehungen und dem Einfluss der Globalisierung auf die Menschen, die Umwelt und die Verteilung von Gütern auseinandersetzt.
Die weltweiten Probleme fordern die Kirchen zu einer deutlichen Positionierung heraus. Im konziliaren Prozess haben diese sich zu ihrer globalen Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung verpflichtet. Sie plädieren für einen respektvollen Dialog zwischen Kulturen und Religionen und für ein verstärktes Engagement der Zivilgesellschaft um den Erhalt der Lebensgrundlagen auf der Erde. In der Akademie werden die Bemühungen der Kirchen reflektiert und vorangetrieben. Der frische Wind, den die internationalen Beziehungen in die Akademie bringen, hilft, über den eigenen Tellerrand zu blicken.
Dialogteams
Ökumene und interreligiöser Dialog
Internationale Konflikte und Migration
derzeit nicht besetzt



