Über uns

Das Bild zeigt den Innehof der Akademie.
© Giacinto Carlucci

Die Arbeit wird begleitet durch das Kuratorium und die Beiräte. Die Aufgaben der Akademie regelt die Akademie-Ordnung. Das Leitbild erläutert, wer wir sind und was wir wollen, der Förderkreis unterstützt die Arbeit der Akademie.

In sieben Schwerpunktthemen setzt sich die Akademie „im Lichte des Evangeliums“ mit den Herausforderungen der Gegenwart auseinander: Dazu gehören neben dem Thema „Die Grenzen des Planeten respektieren“ Schwerpunktthemen wie „Theologische Herausforderungen heute“, „Demokratie weiterentwickeln“, „Den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen“, „Öko-Soziale Marktwirtschaft in Zeiten der Globalisierung“, „Den Frieden sichern, Migration gestalten“ und „Auf der Suche nach verbindlichen und verbindenden Werten“. 25 Studienleitende in drei Dialogteams und vier Fachdiensten sowie 35 weitere Mitarbeitende organisieren die Tagungen, bringen Experten zusammen und setzen mit ihren Themen frühzeitig Akzente in einer Gesellschaft, die sich z.B. durch den Zustrom von Flüchtenden, Klimawandel, Digitalisierung oder durch die Dominanz der Finanzindustrie in einem offenen Transformationsprozess befindet. Die Akademie versucht mit ihren Tagungen und Projekten wirksame Resonanzen und damit Veränderungen des Bewusstseins und der Einstellungen zu ermöglichen.

Finanziert wird die Akademie zu einem großen Anteil aus Mitteln der württembergischen Landeskirche. Zur Unterstützung der Württembergischen Landeskirche kommen Tagungsbeiträge der Teilnehmenden sowie Drittmittel von Zuschussgebern hinzu. Die Akademie arbeitet darüber hinaus mit mehr als 500 Kooperationspartnern aus Ministerien des Landes sowie des Bundes, Verbänden der Zivilgesellschaft, der Politik, der Wirtschaft und der Kirchen zusammen.

In ihrer Art und Größe ist die Evangelische Akademie Bad Boll einmalig in Deutschland; historisch gesehen ist sie die älteste kirchliche Akademie Deutschlands und gegenwärtig die größte europäische Akademie in kirchlicher Trägerschaft. Sie befindet sich mit Bad Boll an einem Ort, der mit Christoph Blumhardt und seinem Vater im 19./20. Jahrhundert Geschichte schrieb: Die christliche Auseinandersetzung mit den Folgen einer kapitalistischen Wirtschaftsstruktur, die Suche nach kooperativen Lebensformen und das Ernstnehmen der Zivilgesellschaft nahm in Bad Boll in den Jahren zwischen 1880 und 1910 ihren Ausgangspunkt. Die Evangelische Akademie Bad Boll, die von Akademiedirektor Prof. Dr. Jörg Hübner geleitet wird, setzt an diesem Ort mit seiner besonderen Geschichte und Qualität diesen Suchprozess fort und will „im Lichte des Evangeliums“ Perspektiven und Visionen für eine neue Art des Zusammenlebens setzen.

Die Evangelische Akademie Bad Boll ist Mitglied im Dachverband Evangelische Akademien in Deutschland e.V. mit Sitz in Berlin. Auf internationaler Ebene ist sie Mitglied bei Oikosnet, einem Zusammenschluss christlicher Akademien.