Dr. D. Eberhard Müller
Gründungs-Direktor der
Evangelischen Akademie Bad Boll
Kurzbiographie
* Stuttgart 22. August 1906
1925-31 Studium der Theologie und Philosophie in Tübingen, Erlangen und Berlin
1929 Dr. phil. in Erlangen
1932 Reisesekretär der Deutschen Christlichen Studentenvereinigung (DCSV) in Berlin
1934-38 Generalsekretär der DCSV als Nachfolger von Hanns Lilje
1935 Ordination als Pfarrer der württembergischen Landeskirche
1935-37 Reichsgeschäftsführer der Deutschen Evangelischen Wochen (Vorläufer des Kirchentags; 1937 von der Gestapo verboten)
1938 Studentenpfarrer in Tübingen
1940 Einziehung zum Kriegsdienst
1942-45 Feldgeistlicher an der Ostfront
1945 Aufbau des Hilfsdienstes für Kriegsgefangene und Vermißte in Stuttgart
1945 Am 29. September im Kurhaus Bad Boll Eröffnung der 1. Tagung der damit gegründeten Evangelischen Akademie (gemeinsam mit Landesbischof Theophil Wurm)
1945-71 Direktor der Evangelischen Akademie Bad Boll
1947-72 Vorsitzender des Leiterkreises der Evangelischen Akademien in Deutschland
1949-50 Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags
1953-79 Mitglied der Kammer für soziale Ordnung der EKD, seit 1968 deren Vorsitzender
1955 Verleihung des theologischen Ehrendoktors der Universität Tübingen
1955 Mitbegründer und zeitweiliger Präsident des Europäischen Leiterkreises der Evangelischen Akademien und Laieninstitute (heute: Ökumenische Vereinigung)
1957 Mitbegründer und bis 1965 Vorsitzender der "Aktion Gemeinsinn"
1961 "Spiritus rector" für die Gründung der Nippon Christian Academy, ebenso
1963 für die orthodoxe Akademie auf Kreta und mehrerer anderer Akademien in Korea, Südafrika u.a.
1971 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes durch Bundespräsident Heinemann
1986 Abschied von Boll und Umzug nach Heidelberg
gest. am 11. Jan. 1989 in Heidelberg
Bibliographie (Auszüge)
- 1953 Die Welt ist anders geworden. Vom Weg der Kirche ins 20. Jahrhundert
- 1953 Die Kunst der Gesprächsführung. Ein Weg zum gemeinsamen Denken
- 1957 Gespräch über den Glauben. Informationen über die Bedeutung der christlichen Glaubenssätze
- 1960 Seelsorge in der modernen Gesellschaft
- 1973 Bekehrung der Strukturen. Konflikte und ihre Bewältigung in den Bereichen der Gesellschaft
- 1987 Widerstand und Verständigung. Fünfzig Jahre Erfahrungen in Kirche und Gesellschaft 1933-1983
Literatur über Eberhard Müller
- Albrecht Daur; Christoph Schubert (Hrsg.):
Bestand hat, was im lebendigen Menschen weiterwirkt
120 Seiten, Vektor Verlag, Grafschaft 1997
Dokumentation des Symposiums zum 90. Geburtstag von Eberhard Müller. Historiker, Theologen, Sozialwissenschaftler und Weggefährten untersuchen Müllers Konzept der gesellschaftlichen Verständigung.
- Neue Deutsche Biographie, Band 18 (1997), S. 355ff.
Eberhard Müller im O-Ton
Motive der Akademiegründung (mp3 - 605 kb)
Aus einem Interview von Uwe Walter mit Eberhard Müller aus dem Jahre 1986
... außerdem
Pressemitteilung zu Eberhard Müllers 100. Geburtstag
Hochauflösende Fotos von Eberhard Müller



