Zurückliegende Ausstellungen

Das Bild zeigt ein Kunstwerk.
© Fotolia, Dreaming Andy

Im Tagungszentrum der Evangelischen Akademie Bad Boll wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Künstlerinnen und Künstler ausgestellt. Wir zeigen Ihnen hier eine Auswahl der vergangenen Ausstellungen.

Markierungen – Installationen von Steffen Schlichter

Markierungen – Installationen von Steffen Schlichter

Steffen Schlichter arbeitet mit industriell vorgefertigten Produkten, vorwiegend mit Klebebändern. Maße, Farbe und Länge seines Basismaterials sind also vorgegeben. Auch das Vorgehen, wie dieses Material auf Oberflächen aufgebracht wird, ist bei ihm klar geregelt. Trotzdem entstehen ›wie von selbst‹ Abweichungen und Abbrüche, Momente des Kontingenten. Nicht ›zufällig‹ waren Schlichters Arbeiten 2016/17 in der Ausstellung ›(un)erwartet. Die Kunst des Zufalls‹ des  Stuttgarter Kunstmuseums zu sehen.

Im weitesten Sinne lassen sich solche Arbeiten als ›Malerei‹ bezeichnen. Eine zweite, ebenso gewichtige Werkgruppe sind Schlichters Installationen. Hier weitet sich seine ›materialistische Malerei‹ entweder auf schon vorhandene Wand- oder Bodenflächen aus. Oder bestimmte Orte werden eigens ›markiert‹ und dadurch in den Blickpunkt der Wahrnehmung gerückt. Ziel dieser künstlerischen Strategie ist es, losgelöst von der Frage nach Sinngehalten eines traditionellen Kunstwerks scheinbar funktionale Oberflächen in ästhetische Bezugspunkte umzuwandeln. 

Solche ›Markierungen‹ wird Steffen Schlichter im Rahmen seines Boller Projektes an zwei Stellen, dem Speisesaal und der Kapelle der Akademie vornehmen.
Dr. Hans-Ulrich Gehring

»Was das Werk von Steffen Schlichter so bemerkenswert macht, ist die Tatsache, dass der Künstler die künstlerische und sinnliche Qualität seines Werks einerseits gezielt herstellt, indem er bestimmte Rahmenbedingungen schafft, sie jedoch anderseits von selbst zur Erscheinung kommen lässt. Es ist eine erstaunliche quasi symbiotische Verbindung von Produzieren und Hervorkommenlassen. ...«  
Dr. Tobias Wall im Katalog »Steffen Schlichter -  Platten und Bänder«, Stuttgart 2014

Steffen Schlichter

  • Jahrgang 1967
  • Studium an der Akademie für Bildende Künste Stuttgart 1993-1997
  •  Lebt und arbeitet in Kirchheim/Teck
  • Zahlreiche Einzel- und Gruppenprojekte, darunter vielfach Gemeinschaftsarbeiten mit Stef Stagel als ststs

Vernissage

Sonntag, 11. März 2018, 15:00 Uhr im Café Heuss

Leitung: Prof. Dr. Hans-Ulrich Gehring (Ev. Akademie Bad Boll)
Informationen und Anmeldung: Doris Korn, Tel 07164 79 – 307, doris.korn@ev-akademie-boll.de

Dauer der Ausstellung: Mittwoch, 12. März bis 6. Mai 2018



Boller Bußtag der Künste mit Ausstellungseröffnung

Aus der Konsumproduktesammlung "Liebe", 1995-2015, Stephanie Senge

„Der starke Konsument“. Wertschätzungen von Stephanie Senge

„Senges Arbeiten sind eine Suche nach Möglichkeiten, Mensch, Dinge und Umwelt zu versöhnen und die Entfremdungen des Alltags von Leben und die Entfremdung der Kunst vom Alltag zu überbrücken, um zu einer bewussten sozialen Beziehung mit unserer Umwelt zu gelangen.“
Stine Hollmann

Stephanie Senge arbeitet mit Alltagsgegenständen. Sie drapiert und ‚performiert‘ gerade die oft unbeachteten oder vergessenen Produkte der Warenwelt, um deren Wert für die Gesellschaft in den Blick zu nehmen. Vor allem Aufklärung über unser Verhältnis zu den Objekten und deren Bedeutungsaufladung stehen hierbei für sie im Fokus. Exemplarisch hierfür ist ihr „Schranktheater – der starke Konsument“, das während einer Straßenaktion entstand. In diesem Schrank wurden Gegenstände von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt, von der Künstlerin nach Kategorien sortiert und gemeinsam genauer studiert. Diese Aktion verdeutlicht die Intention der Künstlerin und reflektiert die Entwicklung des Konsums in der heutigen Gesellschaft.

Das „Schranktheater“ und weitere Arbeiten Senges werden ab November in der Evangelischen Akademie Bad Boll zu sehen sein. Eröffnet wird die Ausstellung im Rahmen des Boller Bußtags der Künste 2017. Gemeinsam mit dem Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich, der sich in seiner aktuellen Veröffentlichung mit unseren (Konsum-)Werten auseinandersetzt, wird Frau Senge diese Vernissage performativ gestalten und nach der Möglichkeit von Kunst angesichts ihrer umfassenden Kommerzialisierung fragen. Wir laden ein zum wertschätzenden Konsum dieser Veranstaltung!
Adriana Heidenreich/Hans-Ulrich Gehring

„Es ist immer wieder faszinierend wie Stephanie Senge aus scheinbar belanglosen Alltagsgegenständen ebenso witzige wie elegante Objekte und Performances arrangiert: inspirierend, komisch, einfallsreich, betörend, ausgewogen, noncholant, anregend.“
Dr. Barbara Honrath

Stephanie Senge

  • lebt und arbeitet in Berlin
  • studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München
  • erhielt diverse Auszeichnungen, darunter das DAAD-Stipendium Japan (2005), das Atelierstipendium MuseumsQuartier Wien (2008) und das Forschungsstipendium des Goethe Instituts Indien (2009)
  • stellt in internationalen Museen und Institutionen aus, u.a. im Palazzo Ducale (Genua), im Kunstmuseum Wolfsburg, im ZKM Karlsruhe, im Ludwig Museum Budapest und im Architekturmuseum Buenos Aires

 Der Boller Bußtag der Künste findet in Kooperation mit dem Verein für Kirche und Kunst am 22. November 2017 um 16:00 Uhr statt. Offizielles Ende ist gegen 20:00 Uhr.

Leitung: Prof. Dr. Hans-Ulrich Gehring (Ev. Akademie Bad Boll), Reinhard Lambert Auer (Kunstbeauftragter der Ev. Landeskirche in Württemberg)

Gottesdienstgestaltung: Johannes Koch (Pfarramt Berghülen), Matthias Hanke (Landeskirchenmusikdirektor, Ev. Landeskirche in Württemberg)

Informationen und Anmeldung: Doris Korn, Tel 07164 79 – 307, doris.korn@ev-akademie-boll.de

Dauer der Ausstellung: Mittwoch, 22. November 2017 bis Sonntag, 28. Januar 2018



Ausstellung Kirche ordnen – Welt gestalten

Von der reformatorischen Kirchenordnung zur Europäischen Verfassung

Ausstellungseröffnung am 12. Mai 2017, 17-20 Uhr

Anlässlich des Reformationsjubiläums präsentiert die Evangelische Akademie eine Sonderausstellung, die den Einfluss reformatorischer Kirchenordnungen auf die deutsche und europäische Rechtskultur dokumentiert. Die durch Luther angestoßene Reformation hatte eine Eigendynamik entfaltet, die in manchen Fällen – z.B. Bauernkrieg – die staatliche und kirchliche Ordnung gefährdete. Mit den Kirchenordnungen wollten die Landesherren ihrer neu geschaffenen Landeskirche im 16. Jahrhundert Regeln geben. Sie zielten auf die äußere Erscheinung der Kirche (z.B. Pfarrdienst) und ihr inneres, geistliches Wesen (z.B. Lehre, Gottesdienst, Diakonie). Verbindliche Regeln garantierten den Untertanen eine lang vermisste Rechtssicherheit. Die Kirchenordnungen wirkten weit in die Gesellschaft hinein und umfassten mit den Bestimmungen zum Eherecht, zum Schul- und Armenwesen die Gesamtheit der menschlichen Beziehungen im gesellschaftlichen und privaten Bereich. So ist es spannend ist zu lesen, dass hier bereits die Schulpflicht für Jungen und Mädchen festgeschrieben ist. Es ging aber auch um das moralische Verhalten in der Öffentlichkeit: z.B. um Glücksspiel, übermäßiges Trinken und Fluchen.

Die Ausstellung bezieht sich auf die Präambel des Europäischen Verfassungsentwurfs. Der Entwurf des Vertrags über eine Verfassung für Europa vom 29. Oktober 2004 reagiert in der unaufhebbaren Verbindung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtstaatlichkeit auf eine lange Geschichte der politischen, rechtlichen und sittlichen Verwerfungen in Europa. Gleichzeitig blickt er unter Anknüpfung an die großen europäischen Rechtstraditionen auf epochale Akte der Befreiung, der Rechtlichkeit und Humanisierung zurück. Die Ausstellung macht deutlich: Die Kirchenordnungen der Reformationszeit gehören zum kulturellen Wurzelgrund Europas und verweisen auf das verfassungsrechtliche Denken der Neuzeit und den modernen Staatsgedanken.

Prof. Dr. Karl-Ulrich Gehring

zum Bild:
Die von den Kirchenordnungen gesetzte Lebenswirklichkeit der Kirche tritt besonders plastisch in den sogenannten Konfessionsbildern hervor. Das sind Gemälde aus der Zeit des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts, die alle gleich aufgebaut sind:
Im Vordergrund zeigen sie ein kirchengeschichtlich bedeutsames Ereignis: die Überreichung der Confessio Augustana, das wichtigste lutherische Bekenntnis an Kaiser Karl V. durch die evangelischen Fürsten und Städte, 1530 in Augsburg.
Im Hintergrund zeigen sie idealtypisch das Leben der evangelischen Kirche: die Feier der Sakramente Abendmahl und Taufe, aber auch die übrigen gottesdienstlichen und gemeindlichen Handlungen der Kirche: Beichte und Hochzeit, Unterricht, Predigt und Kirchenmusik. Auf diesem Konfessionsbild aus der evangelischen Kirche in Kasendorf (1602, Andreas Herrneisen) tragen die Pfarrer über dem schwarzen Talar den damals weit verbreiteten weißen Chorrock.
Bildnachweis: Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn

Die Ausstellung wurde nach einer Idee des ehemaligen Theologischen Referenten der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten, Dr. Konrad Fischer in Kooperation kirchlicher Archive und universitärer Forschungsstellen 2006 realisiert. 19 großformatige Tafeln, die reichlich mit historischem Bildmaterial ausgestattet sind, zeichnen in vier Kapiteln die Inhalte der reformatorischen Kirchenordnungen nach. Der Geltungsbereich war Württemberg, Kurpfalz und Baden-Pforzheim; wichtige Akteure waren: Herzog Ulrich von Württemberg, Herzog Christoph von Württemberg und Johannes Brenz.

Die Ausstellung wird am 12. Mai mit einem Vortrag von Dr. Ralf Kötter, Villigst, über »Leidenschaftliche Kirche in der Mitte der Gesellschaft. Reformatorische Impulse für Gegenwart und Zukunft.« eröffnet. Ihr Abschluss findet im Rahmen einer Akademietagung zum Thema »Die Reformation, das Recht und unser Rechtsstaat« (30.6.-2.7.2017) statt.


Ausstellungsdauer: 12. Mai bis 2. Juli 2017

Ausstellung »frei schreiben - frei sein ...« - Handwerk von Roswitha Dönnges

Das Bild zeigt ein Kunstwerk.

 »frei schreiben – frei sein…« Handwerk von Roswitha Dönnges»Die manchmal nicht nur für uns unlesbare Schrift als Ornament kennen wir aus dem Arabischen, aus Moscheen und Palästen. Schrift allein besitzt hier die Freiheit, das Größte zu zeigen. Schreiben ist Denken und Handeln. Schriften waren und sind eine Bedrohung jeglichen Totalitarismus und können Symbole der Freiheit sein.« Dr. Kristina Heide

Im Atelier der Künstlerin lassen sich viele geheimnisvolle Schriften finden. Unterstrichen wird deren Symbolik durch andere Werke, unter anderem durch große, grellgelb – schwarze, quadratische Installationen aus Holzplatten, Teer und Acryl. Diese sollen das Gewaltpotenzial und die Machtstrukturen zeigen, die die menschliche Existenz bestimmen. 

»Durch die Unlesbarkeit der nicht existierenden Schrift habe ich als Betrachter die Freiheit meiner eigenen Interpretation des Textes – doch wie frei bin ich wirklich?« Roswitha Dönnges

Der Aspekt der Freiheit beschäftigt Roswitha Dönnges bereits seit langer Zeit. Mithilfe der Schriftstücke sei es ihr gelungen, sich »frei zu schreiben«, sich selbst in dieser »individuellen, künstlerischen Schöpfung« auszudrücken. Der Versuch, die Freiheit zu erfassen, werfe dabei immer neue Fragen auf, die sich in ihren Werken widerspiegeln. Dazu entwickelte sie große Fahnen und Schriften auf dicken Papierschichten aus Seidenpapier und Leinenkleber, die mit Vielfalt überraschen, und »Flüchtlingsköpfe« aus Stoff und Filz. Diese strahlen eine traurige, teil resignierte Atmosphäre aus und bilden ein weiteres Symbol heutiger Machtverhältnisse, das nach den Grenzen der Möglichkeiten von Freiheit fragt. Adriana Heidenreich

Leitung: Prof. Dr. Hans-Ulrich Gehring

Anmeldung und Information: Andrea Titzmann, Tel. 07164 79-307,
andrea.titzmann@ev-akademie-boll.de

Dauer der Ausstellung: Sonntag, 19. Februar bis Sonntag, 30. April 2017 

Biografie der Künstlerin

  •  1940 geboren
  • 1975-85 Studium der Bildhauerei an der Merz Akademie in Stuttgart
  • 1992-96 Studium an der freien Kunsthochschule in Nürtingen, Mitglied der Künstlergruppe bürb, Stuttgart
  • Seit 1998 Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligung
  • Lebt in Kusterdingen bei Tübingen und besitzt seit 1996 durchgehend ein Atelier

Neukonfiguration - Porträts der Reformation

Das Bild zeigt ein Kunstwerk.
Martin Luther (c) Karl Vollmer

Im Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017 präsentiert die Akademie Arbeiten von Karl Vollmer. Seine Porträtköpfe sind Ausdruck einer langjährigen intensiven Auseinandersetzung mit Ikonografie und theologischen Inhalten der Reformationszeit. Zeitgenössische Darstellungen von führenden Vertretern der Reformation erscheinen 'neukonfiguriert', in vielfältiger Variation zwischen 'wörtlicher' Wiedergabe und verfremdender Rezeption. In ästhetischer gewendeter Form dokumentieren diese Zeichnungen damit ein Ringen um Genauigkeit des 'Lesens' ebenso wie um subjektive Aneignung von Geschichtswahrnehmung. Sie konfrontieren die Betrachtenden mit der Vertrautheit reformatorischer Bildprogramme und zugleich mit der Abständigkeit und Fragwürdigkeit einer ferngerückten und weitgehend männlich dominierten Epoche.
Hans-Ulrich Gehring

Ein Statement

Seit früher Jugend waren mir diese Bilder vertraut gewesen: Luther, Melanchthon, der Kaiser, Papst, eingesogen mit dem Katechismus, der sogenannten "Christenlehre", dem Religionsunterricht, dem Brockhaus. Aber je älter ich wurde, umso fremder, eisiger wurden mir die Figuren, verknöchert, erstarrt, wie leblose Mumien der Kunst- und Kulturgeschichte. Ich habe das nicht mehr ertragen wollen und deshalb bin ich mit all den Vorlagen von Dürer, Cranach bis Tizian und unbekannt in den Clinch gegangen.

Als Künstler denke ich zeichnend - zeichne ich denkend, mit Empathie. Vergegenwärtigen heißt nachvollziehen, ausbaden, ausspielen, ausdehnen, überdehnen, überstrapazieren und wieder loslassen. Vielleicht dabei neue Anknüpfungen finden.

Was waren das für Menschen, was haben sie gedacht, wie waren sie geprägt, wie haben sie gehandelt?

Menschen wie du und ich, genauso fremd, mutig, ängstlich, launisch Und doch in einer Zeit, die der meinen so unendlich fern ist.

Der Versuch einer Annäherung an Temperamente, Menschen, Strukturen, Prozesse...

Karl Vollmer

Vernissage: Sonntag, 11. September 2016, 11 Uhr im Café Heuss, Leitung: Hans-Ulrich Gehring

Information und Anmeldung zum Mittagessen: Andrea Titzmann, Tel. 07164 79-307, andrea.titzmann@ev-akademie-boll.de

Dauer der Ausstellung: 11. September bis 31. Oktober 2016

Biographie des Künstlers

1952 geboren in Dürnau

1972-78 Studium an der Universität und Kunst-Akademie Stuttgart

1978-79 Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg.

1995 Gastatelier »Xylon«-Werkstätten Schwetzingen.

2005 Berlin-Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg.

2011 Studienaufenthalt  Stiftung Kartause Ittingen

Mitglied des Künstlerbundes Baden-Württemberg

Diverse Auszeichnungen und Preise

Lebt in Gondelsheim/Baden und Berlin

Religion Today: 50 Fotoarbeiten von Eddy Seesing

Das Bild zeigt ein Kunstwerk.
Pentecost Revival Reverend Emmanuel Koney Amsterdam (© Eddy Seesing)

"Religion Today" ist eine Zeit-Aufnahme des spirituellen Lebens in Europa. Die fotografischen Porträts des niederländischen Künstlers Eddy Seesing zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Formen religiösen Lebens in der Europäischen Union sind, und sie versuchen, diese Vielfalt unvoreingenommen darzustellen. Das Ausstellungsprojekt ›Religion Today‹ möchte zu einem tieferen Verständnis interreligiöser Dynamiken in der Gesellschaft beitragen. Es will eine breite öffentliche Wahrnehmung und (Wieder)Entdeckung der reichen Vielfalt jener religiöser Aktivitäten und Gruppen anregen, die je auf ihre Weise zur Stärkung des Zusammenlebens und Zusammenhalts sozialer Strukturen in Europa beitragen können.

"Religion Today" besteht aus insgesamt 71 großformatigen Fotoporträts. Mit größtmöglicher Sorgfalt, Behutsamkeit und Respekt sind hier Bildeindrücke von Pastoren, Imamen, Priestern, Rabbis und anderen geistlichen Leitpersonen festgehalten. Sie demonstrieren die große Diversität und Intensität religiöser Gemeinschaften auf unserem Kontinent. Von der gesamten Serie werden in den Räumen der Akademie 50 Aufnahmen gezeigt.

Beispiele für Seesings Arbeiten sind die Porträtserien "Topmanagers" (1994/1995), "Opera Sopranos"(1997/1999) oder "Boughaz" (2001/2003), ein Porträt der Generationenfolge und Geschichten von 24 aus Marokko stammenden und mittlerweile in den Niederlanden lebenden Familien. Drei aufeinander folgende Generationen in den Niederlanden wurden zu verschiedenen Themen befragt: Männer und Frauen der ersten Generation, ihre in Marokko geborenen Kinder und die marokkanischen Kinder, die in den Niederlanden geboren wurden. Gegenwärtig arbeitet Seesing an ›Lobbyists Today‹, eines als Multimedia-Installation geplanten Porträts von 25 Personen, die in politischer Lobbyarbeit engagiert sind, rund um das niederländische Parlament, um die Ministerien in Den Haag und die europäischen Institutionen in Brüssel.

Hans-Ulrich Gehring

Vernissage: Sonntag, 12. Juni 2016, 11 Uhr im Café Heuss, Leitung: Hans-Ulrich Gehring

Information und Anmeldung zum Mittagessen: Andrea Titzmann, Tel. 07164 79-307, andrea.titzmann@ev-akademie-boll.de

Dauer der Ausstellung: 12. Juni bis 4. September 2016

Biografie des Künstlers

 Eddy Seesing, geboren 1964, ist ein audio-visueller Porträtkünstler. Seine Arbeitsweise basiert auf intensiven kulturanthropologischen Studien einer jeweils bestimmten sozialen Gruppierung im Kontext westlicher Gesellschaften. Das daraus resultierende Konzept führt zu einer Serie von Porträtaufnahmen in Form von Foto- und/oder Videoaufnahmen. Aus diesen Serien kreiert Seesing Installations- und Ausstellungsprojekte. Seesing lebt und arbeitet in Rotterdam.

»UND ÜBER MIR IST ES WEIT«, SINNIERT EIN GEGENSTAND VIELLEICHT

Das Bild zeigt ein Kunstwerk.
© Sam Szembek

Zeichnungen von Sam Szembek

Aus dem zeichnerischen Beobachten heraus entwickelt Sam Szembek ein Bilddenken. Bild meint in diesem Zusammenhang eben gerade nicht die Darstellung von Wirklichkeit, sondern das Abbilden eines Bildes der Möglichkeit nach, aus der Vorstellung. So, wie es sich ergibt, wenn Gesehenes und Beobachtetes  in der Ausdehnung von Erinnerung, Gegenwart und Zukunft sich ereignen. Der Gegenstand wird zur Assoziation.  
Stefan Graupner

Das Atelier in Ebersbach:  ›Mein Lebensraum›, sagt Sam Szembek. Ein ‚riesiges Gehäuse für die Innenwege meines Zeichnens‘. Auf diesem alten Dielenboden findet es statt, jenes Hin- und Herlaufen, hier geschieht es,  jenes ›Setzen von Bildgewichten‹, jenes Intonieren von Linienklang, das diese Zeichnungen bezeugen. Dieses Atelier entpuppt sich als vielfach verschachteltes und wandelbares Raumgefüge. Kammern, Schubfächer und -laden bergen Zeichnungen und Zubehör. Modelle und Teile von Segelfliegern sind zu sehen.  Nicht zufällig eine andere, seinem Zeichnen artverwandte Leidenschaft des Künstlers: Fein austarierte, filigran gebaute Gebilde, die den Luftraum signieren.

Schließlich: Der Zeichen-Raum. Dem ersten Eindruck wie eine Dunkelkammer, mit einer fast sakralen Anmutung. Prozesse des Sich-Sammelns und Gefunden-Werdens, der Gewichtung und des Leichtigkeit-Gewinnens, der Markierung und Lichtung scheinen diesem Ort selbst eingeschrieben.

Sam Szembek zeigt mir einige seiner Arbeiten, aktuelle, ältere. Stellt sie einzeln, hängt sie zu Konstellationen zusammen. Diesem Ort, dem sie entstammen, entnommen für einige Zeit, werden sie die Räumlichkeiten der Akademie Bad Boll bezeichnen.
Hans-Ulrich Gehring 

Aber die Linie selber befreit sich von all dem und flüstert: höre doch auf mein Kratzen, weil ich mich auf dem Papier mühe – oder wie ich glänzend-freudvoll schwinge und tanze. Höre, wie die Zeichenkohle knirschend zerspringt oder fast nur wenigen Staub auf dem Papier hinterläßt. Und höre, daß ich lange zuschaue.

Kraft geschieht.
Eine Hand schreibt, aber die Sprache ist
Denken. 

Sam Szembek

Vernissage: Sonntag, 6. März 2016, 11 Uhr

im Café Heuss, Leitung: Hans-Ulrich Gehring

Information und Anmeldung zum Mittagessen:

Andrea Titzmann, Tel. 07164 79-307

andrea.titzmann@ev-akademie-boll.de

Dauer der Ausstellung: 6. März bis 8. Mai 2016

Biografie des Künstlers

  • 1953 geboren in Memmingen/Iller
  • 1974-76 Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Stuttgart
  • 1975-81 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Malerei
  • 1981-86 Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
  • Lebt in Kirchheim/Teck, Atelier in Ebersbach/Fils
  • Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg

Boller Bußtag der Künste

Das Bild zeigt ein Kunstwerk.
(c) Sr. M. Pietra Löbl

Am 18. November 2015 fand der Boller Bußtag der Künste in Kooperation mit dem Verein für Kirche und Kunst statt. Als Dialograum für Menschen aus Kunst und Kirche fragte er in diesem Jahr nach dem besonderen Verhältnis von Kunst und Religion. Es wurden die Werke der Sießener Franziskanerin Sr. M. Pietra Löbl gezeigt, die Ausstellung war in der Akademie bis zum 24. Januar 2016 zu sehen.

Installation und Fotografie gehören zu den bevorzugten Formaten der Künstlerin. Spuren aus ihrem Alltag als Franziskanerin im Konvent der Mitschwestern fließen in ihre Arbeiten ein – als Bedingungen der Möglichkeit ihrer Kunst überhaupt: Stille, Zeiterfahrung, Veränderung, Reduktion.  An die Vernissage der Ausstellung mit Sr. M. Pietra Löbl schloss sich ein Gespräch mit Prof. Jean-Pierre Wils an. Er hat in dem Buch „Kunst.Religion – Ein prekäres Verhältnis“  seine Position dargelegt, die von Ablösung und Kontinuität zugleich ausgeht.

Otfried Käppeler im Katalog „dazwischen“: „Gerade Sr. Pietras Arbeitsweise der formalen Reduktion, das sich Zurücknehmen, das weitgehende Vermeiden von Effekten, das lieber zu wenig als zu viel, das bis hin zur Leere und Stille führt, all das ist exemplarisch für die These, dass jedwedes Material zunächst zur Form werden muss, bevor es intentional deutbar wird. Das gilt natürlich auch für die Rezeption eines Kunstwerks. … Die Erhebung des Profanen zur Kunst, dieses erstaunliche Transzendieren alltäglicher Praxis, gelingt über die Formerfahrung. Daher gilt: Am Anfang steht die Form!“

Veronika Mertens im Katalog: Christian Landenberger Blickpunkte: Mit Hilfe der Fotografie, dem ‚Zeichnen mit Licht‘, porträtiert die Franziskanerin Sr. M. Pietra Löbl OSF ihre Mitschwestern im Kloster Sießen in der für jede typischen Gebetshaltung. Im Gegensatz zu Landenberger konzentriert sie sich durch bewusst gewählte Bildausschnitte auf die betenden Hände im Schoß der meist sitzenden Schwestern. Dennoch umschließt und modelliert das Licht des umgebenden Innenraums die stille Situation. So vielfältig wie die Äußerungen der Mitschwestern über das Gebet sind ihre Haltungen. Halt suchend, sich öffnend, empfangend, sich nach innen kehrend, in sich und einem Größeren ruhend - stilles, konzentriertes Sein.

Sr. M. Pietra Löbl

1965 geboren in Ulm, 1984-1989 Ausbildung und tätig als Pharmazeutisch - Technische – Assistentin, 1989 Eintritt in die Kongregation der Franziskanerinnen von Sießen, 1993-2000 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren Joachim Hämmerle, Horst Bachmayer, Paul-Uwe Dreyer und Micha Ullman, seit 2000 freischaffende Künstlerin im Kloster Sießen. Sr. M. Pietra Löble hatte seit 1998 zahlreiche Ausstellungen in Kunstvereinen, Galerien und Museen in Baden-Württemberg. 

Prof. Jean-Pierre Wils

1957 geboren in Belgien, studierte Theologie und Philosophie in Leuven und Tübingen, lebt in Kranenburg bei Kleve. Promotion, Habilitation. Seit 2010 Ordinarius für Politische Philosophie und Kulturphilosophie; langjähriger Direktor des »Zentrums für Ethik« an der Universität Nijmegen/Niederlande. Gastprofessor an der Hochschule für Kunsttherapie in Nürtingen/Baden-Württemberg. Publikationen u.a.:  »Ästhetische Güte« (1990), »ars moriendi« (2007), »Gotteslästerung« (2007) Kunst. Religion. Versuch über ein prekäres Verhältnis, Tübingen 2014 

Die Erfindung

Das Bild zeigt Gedichte von Eva Christina Zeller und Bilder von Frido Hohberger.
Die Erfindung deiner Anwesenheit, Originalmaße 600 x 120 cm, Mischtechnik, 2014 (© Frido Hohberger und Eva Christina Zeller)

Lesewand mit Bildern von Frido Hohberger und Gedichten von Eva Christina Zeller

Am Anfang war das Bild? Am Anfang war das Wort? Ein Gespräch zwischen den Künsten. "Die Erfindung deiner Anwesenheit" heißt ein Gedichtband von Eva Christina Zeller. Sie erkundet darin die Ränder unseres Lebens. Wo gehen die Toten hin? Wie leben wir mit ihnen? Frido Hohberger hat diese poetischen Texte in seine ganz eigene Bildsprache transponiert. 40 Bilder nehmen 20 Poeme auf, sie erläutern einander, spiegeln sich, es entstehen Synästhesien und eine neue Dimension der Wahrnehmung: Worte formen sich zu Gedichten, Gedichte kann man sehen, Bilder kann man lesen in dieser Bildwand. In einem anderen Bildtextzyklus geht es um die poetische Resonanz und ihre malerische Umsetzung des Sprechgitters im Kloster Pfullingen. Die beredte Stille wird sichtbar und die Sprache der Jahrhunderte wird lesbar. Es entsteht ein imaginärer Bildraum, den man betreten und in dem man herumgehen kann.

Vernissage

Sonntag, 19. April 2015, 11 Uhr im Café Heuss. Information und Anmeldung zum Mittagessen im Tagungssekretariat.

98

habe heute zeitungen gebündelt

mit grauer paketschnur

reißfestigkeit bis 31 kg

ein schnürknäuel ohne aufschrift und namen

die damals umschlang deinen schönen

großen zeh

der hervorlugte mit dem zettel und deinem

namen

unter dem leichentuch als würde er nicht

vergehen

die schnur verrottend aus hanf oder jute

wie dankbar ich bin der schnur die dich umfing

noch umfing als du schon auf dem weg warst

hinunter immer hinunter

(Gedicht aus: Eva Christina Zeller, "Die Erfindung deiner Anwesenheit", Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen 2012.)

Zur den Personen:

Eva Christina ZellerLyrikerin und Theaterautorin, lebt in Tübingen. Für ihre Gedichte erhielt sie u. a. den Thaddäus-Troll-Preis, das Esslinger Bahnwärterstipendium und sie war Gast der Akademie Schloss Solitude. Im Klöpfer & Meyer Verlag erschienen mehrere Gedichtbände, zuletzt "Die Erfindung deiner Anwesenheit," 2012. 2014 erhielt sie das Venedig-Stipendium des Kulturstaatsministeriums.

Frido HohbergerStudium an der Kunstakademie Stuttgart bei Prof. Rudolf Haegele, seit 1995 Leiter des Zeicheninstituts der Universität Tübingen, Mitglied der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, Mitglied des Tübinger Künstlerbundes, lebt und arbeitet in Tübingen.

Zwei Scheiben, Fotografie von Zita Ritter
© Fotografie von Zita Ritter

Boller Bußtag der Künste

Studierende der Kunstakademie Stuttgart entwerfen einen Raum der Stille

Im Entwurfsstadium befindet sich der diesjährige Boller Bußtag der Künste. Seit Februar arbeiten Studierende der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste an Beiträgen für einen künstlerischen Wettbewerb, die beim Boller Bußtag zu sehen sein werden. Sie werden  von Prof. Thomas Bechinger, Claudia Heinzler und Angelika Weingardt betreut. Die Entwürfe entstehen im Rahmen eines von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ulm ausgeschriebenen Wettbewerbs für den Raum der Stille im dortigen Haus der Begegnung. Die Ausschreibung erfolgt als Kooperationsprojekt mit dem Lehrstuhl für Glasgestaltung und Malerei der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Die Wettbewerbsaufgabe

Der in seiner ursprünglichen Erscheinung noch erlebbare Raum auf rechteckigem Grundriss mit vier Jochen und gotischen Kreuzgewölben ist eine ehemalige Seitenkapelle, angebaut südlich am Chor der einstigen Dominikanerkirche. Zur Umnutzung nach dem Wiederaufbau in den 1970-er Jahren wurde der Raum geteilt und der östliche Abschnitt zunächst als Büro verwendet. Der westliche Teil ist durch eine Zwischenwand abgetrennt. Entsprechend dem damaligen Gestaltungskonzept wurden die vorhandenen, heute als »profan« empfundenen, mehrfach untergliederten Fenster mit Holzrahmen eingebracht. Von der historischen spätgotischen Ausstattung ist auf der Nordwand noch eine stark restaurierte Malerei erhalten. 

Der Raum soll künftig für Andachten, Meditation in kleinen Gruppen und gelegentlich für Gesprächsrunden genutzt werden. In seiner Atmosphäre und Gesamtwirkung soll er aufgewertet werden. Als erste Maßnahme ist die künstlerische Gestaltung der beiden Fenster vorgesehen.

Eingeladen zu diesem Wettbewerb sind sechs Studierende der Klasse von Prof. Thomas Bechinger: Lukas Ludwig, Johanna Markert, Kristina Mehlhaff, Zita Ritter, Claudia Storch und Max Wetter. Die Auseinandersetzung mit dem Raum: seiner Architektur, der besonderen Lichtsituation, aber auch der Nutzung ist wesentlicher Teil der Aufgabe.

Die künstlerische Glasmalerei hat eine lange und wichtige Tradition an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (»Stuttgarter Glas«). In der von Claudia Heinzler und Angelika Weingardt betreuten Glaswerkstatt werden sowohl traditionelle wie neuere Techniken angeboten: Malerei mit Glasschmelzfarben und Bleiverglasung, Sandstrahlen, Siebdruck, Fusing-Techniken u.a.

Boller Bußtag der Künste in Kooperation mit dem Verein Kirche und Kunst, 19. November, 16:00 Uhr

Dauer der Ausstellung

19. November 2014 bis Mitte Januar 2015
Leitung: Susanne Wolf, Tagungsnummer: 530614

Boller Bußtag der Künste

Zwei Scheiben, Fotografie von Zita Ritter
© Fotografie von Zita Ritter

Studierende der Kunstakademie Stuttgart entwerfen einen Raum der Stille

Im Entwurfsstadium befindet sich der diesjährige Boller Bußtag der Künste. Seit Februar arbeiten Studierende der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste an Beiträgen für einen künstlerischen Wettbewerb, die beim Boller Bußtag zu sehen sein werden. Sie werden  von Prof. Thomas Bechinger, Claudia Heinzler und Angelika Weingardt betreut. Die Entwürfe entstehen im Rahmen eines von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ulm ausgeschriebenen Wettbewerbs für den Raum der Stille im dortigen Haus der Begegnung. Die Ausschreibung erfolgt als Kooperationsprojekt mit dem Lehrstuhl für Glasgestaltung und Malerei der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Die Wettbewerbsaufgabe

Der in seiner ursprünglichen Erscheinung noch erlebbare Raum auf rechteckigem Grundriss mit vier Jochen und gotischen Kreuzgewölben ist eine ehemalige Seitenkapelle, angebaut südlich am Chor der einstigen Dominikanerkirche. Zur Umnutzung nach dem Wiederaufbau in den 1970-er Jahren wurde der Raum geteilt und der östliche Abschnitt zunächst als Büro verwendet. Der westliche Teil ist durch eine Zwischenwand abgetrennt. Entsprechend dem damaligen Gestaltungskonzept wurden die vorhandenen, heute als »profan« empfundenen, mehrfach untergliederten Fenster mit Holzrahmen eingebracht. Von der historischen spätgotischen Ausstattung ist auf der Nordwand noch eine stark restaurierte Malerei erhalten. 

Der Raum soll künftig für Andachten, Meditation in kleinen Gruppen und gelegentlich für Gesprächsrunden genutzt werden. In seiner Atmosphäre und Gesamtwirkung soll er aufgewertet werden. Als erste Maßnahme ist die künstlerische Gestaltung der beiden Fenster vorgesehen.

Eingeladen zu diesem Wettbewerb sind sechs Studierende der Klasse von Prof. Thomas Bechinger: Lukas Ludwig, Johanna Markert, Kristina Mehlhaff, Zita Ritter, Claudia Storch und Max Wetter. Die Auseinandersetzung mit dem Raum: seiner Architektur, der besonderen Lichtsituation, aber auch der Nutzung ist wesentlicher Teil der Aufgabe.

Die künstlerische Glasmalerei hat eine lange und wichtige Tradition an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (»Stuttgarter Glas«). In der von Claudia Heinzler und Angelika Weingardt betreuten Glaswerkstatt werden sowohl traditionelle wie neuere Techniken angeboten: Malerei mit Glasschmelzfarben und Bleiverglasung, Sandstrahlen, Siebdruck, Fusing-Techniken u.a.

Boller Bußtag der Künste in Kooperation mit dem Verein Kirche und Kunst, 19. November, 16:00 Uhr

Dauer der Ausstellung

19. November 2014 bis Mitte Januar 2015
Leitung: Susanne Wolf, Tagungsnummer: 530614