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Blumhardt online

Johann Christoph Blumhardt

Johann Christoph Blumhardt
Christoph Blumhardt

Christoph Blumhardt

 

Vor 150 Jahren kam der württembergische Pfarrer Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) nach Bad Boll und übernahm die Leitung des örtlichen Heilbades. Sein Sohn Christoph Blumhardt (1842-1919), gleichfalls Theologe, folgte knapp 20 Jahre später.

 

Beide waren ihrer Kirche unbequem: Der Vater galt als Wunderheiler, der Sohn schlug sich auf die Seite der Sozialdemokratie und gilt heute vielen als Urvater des christlichen Sozialismus.

 

Die Evangelische Akademie ist mit der Blumhardt-Geschichte vielfach verbunden: Baugeschichtlich durch die imposante Villa Vopelius, theologiegeschichtlich durch die universale Reich-Gottes-Botschaft mit ihren heilenden Dimensionen und Wirkungen und kulturgeschichtlich durch bedeutende Gestalten, die bis in unsere Zeit hereinragen und in ihren Impulsen lebendig sind. Kein anderer Ort in Württemberg hat die Themen von Heil und Heilung, Kirche und Politik, Mission und Interreligiosität so positiv besetzt wie Bad Boll, damals und heute.

 

 

»Reich Gottes in Bad Boll«

Albrecht Esche, Studienleiter der Akademie, bietet seit etlichen Jahren Führungen zu den Wirkungs- und Grabstätten der Blumhardts an und weiß dabei zugleich durch die Geistes- und Kirchengeschichte des vorletzten Jahrhunderts zu leiten.

 

In der »edition akademie« ist nun von Esche der Band »Reich Gottes in Bad Boll. Die Stätten der Blumhardts und ihre Geschichten« erschienen. Dieser Band folgt den »Spaziergängen« und bietet einen reichen Fundus an Biografien, kulturhistorischen Hinweisen und aktuellen Bezügen. (edition akademie 10, ISBN 3-936369-13-5, 136 Seiten, 8.- €, beziehbar über den Internet-Buchladen der Akademie).

 

 

Blumhardts Literatursalon

In ihrer Villa Vopelius hat die Evangelische Akademie Bad Boll in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach eine literarische Gedenkstätte eingerichtet.

 

Erinnert wird dabei an die literarischen Gäste der Blumhardt

  • Eduard Mörike
  • Ottilie Wildermuth geb. Rooschüz
  • Ludwig Richter, Maler und Autobiograph
  • Friedrich Mann (alias Christian Buddenbrook)
  • Elisabeth v. Ardenne (alias Effi Briest)
  • Hermann Hesse
  • Gottfried Benn
  • Richard Wilhelm, Prof. der Sinologie
  • Hermann Kutter, theol. Schriftsteller
  • Karl Barth, Schweizer Theologe

Sie alle standen in Beziehung zu Vater und Sohn Blumhardt, also zu Johann Christoph (1805-1880) und zu Christoph Blumhardt (1842-1919). Deren Biographien und Vermächtnisse werden als Kontexte dargestellt und anschaulich belegt.

 

Das Leben von Eleonore Vopelius wird ebenfalls dokumentiert. Sie ließ 1891 die Villa erbauen, in der sich der Literatursalon befindet. Als junge Witwe kam sie zu Blumhardt nach Bad Boll. Ihr Lebensschicksal steht exemplarisch für viele Gäste, die bei Blumhardt einen Ort von Heil und Heilung suchten und fanden.

Öffnungszeiten im August

 

01. – 05.08.2011

8:00 – 19:30 Uhr

06.08.2011

8:00 – 13:00 Uhr

07.08.2011

geschlossen

08. – 13.08.2011

8:00 – 16:00 Uhr

14.08.2011

geschlossen

15.08. – 19.08.2011

8:00 – 16:00 Uhr

20. – 21.08.2011

geschlossen

22.08. – 28.08.2011

8:00 – 16:00 Uhr

29. – 31.08.2011

8:00 – 19:30 Uhr

 

Der Eintritt ist frei.

 

(Siehe auch Literaturland Baden-Württemberg - Literarische Museen, Archive und Gedenkstätten)

 

 

 

Über die beiden Blumhardt finden Sie im Internet

 


 

 
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