Uni erlebbar machen – mit Glaubwürdigkeit und Begeisterung

Fachtagung „Fundraising für Hochschulen“ liefert Knowhow und internationale Best-Practice-Beispiele

Markus F. Langer (© Claudia Mocek)

Bad Boll. „Nur aus Freunden werden Förderer.“ So fasste der Leiter Friend- & Fundraising der Stiftung Universität Hildesheim, Markus F. Langer, seine Erfahrungen zusammen. Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten für Stiftungsentwicklung, Prof. Dr. Martin Schreiner, eröffnete Langer heute (12.03.2018) die neunte Fachtagung „Fundraising für Hochschulen)“ in der Evangelischen Akademie Bad Boll, die noch bis Mittwoch (14.03.2018) dauert.

Die Universität Hildesheim befindet sich aufgrund der geografischen Lage, ihres bildungs- und kulturwissenschaftlichen Profils und aufgrund des Fehlens größerer Unternehmen in „keiner besonders günstigen Situation“, schilderte Schreiner. Das Hochschul-Fundraising konkurriere in der Region mit anderen Einrichtungen, die um Gelder werben. Doch die regionale Neuausrichtung vor fünf Jahren unter dem Motto „Wir schaffen eine Kultur des Gebens“ sei erfolgreich verlaufen. Dabei sei die stärkere Einbindung von Privatpersonen ein besonders wichtiges Element geworden: „Das ist unser Trumpf in Hildesheim“, berichtete Schreiner.

Vor allem die Kampagne „Bildung Stiften“ sei von der lebendigen Bürgergemeinschaft immer besser aufgenommen worden, berichtete Schreiner. Ziel sei es, ein Netzwerk aus Freunden und Förderern zu bilden, einen Austausch zwischen Bürgern, Studierenden und Wissenschaftlern anzuregen, professionell zu beraten und eine Dankeskultur zu pflegen. 

Science-Slam, Weihnachtsvorlesungen, Stiftungsprofessuren, Deutschlandstipendium, Stiften und Zustiften: In den vergangenen Jahren sei Fördertendenz eindeutig gestiegen. Langer und Schreiner warnten angesichts der Rahmenbedingung in ihrer Stadt vor allzu optimistischen Erwartungen. So stammten nur rund ein Viertel der 91 Stipendien der Deutschlandstiftung von Firmen, etwas 50 Prozent hingegen von Privatpersonen. „Ein nicht ganz typisches Bild für eine Hochschule“, sagte Langer: „Uni erlebbar zu machen“, sei angesichts der Bürgergesellschaft einer der wichtigsten Schlüssel. Den rund 70 Tagungsteilnehmenden empfahl Martin Schreiner vor allem zwei Eigenschaften für ein erfolgreiches Fundraising: „Glaubwürdigkeit und Begeisterung.“ 

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