
Andrés Musacchio
Studienleiter für Ökonomie und Sozialpolitik
11. Juni –
12. Juni 2026
17:00
Uhr
Präsenzveranstaltung
Europa blickt auf Lateinamerika vermehrt als Rohstofflieferanten. Doch wie lassen sich Wohlstand und Ausbeutung miteinander vereinbaren? Die Tagung geht der Frage der Existenz- und Ernährungssicherung vor Ort nach und untersucht mögliche Lösungsansätze für mehr Ressourcengerechtigkeit. Wir berücksichtigen dabei Friedensbildungsprozesse in den teils von Konflikten geprägten Ländern.
Welthaus Stuttgart e.V.
Charlottenplatz 17,
70173 Stuttgart
Ihre Teilnahme ist kostenfrei.
Geschäftsbedingungen siehe: : www.ev-akademie-boll.de/agb

Carola Hausotter
Studienleiterin für Friedensethik und Transkulturalität

Lisa Karle
Tagungsorganisatorin
Lateinamerika steht verstärkt im Blickfeld der europäischen Rohstoffpolitik. Auf eine einfache Formel gebracht: Die EU verkauft dank angestrebter Abkommen wie dem Mercosur-Handelsvertrag fertige Produkte, während die lateinamerikanischen Staaten im Gegenzug Rohstoffe exportieren. Die Folge: Natur und Menschen werden ausgebeutet, um Lebensmittel für uns herzustellen. Indigenen und der Landbevölkerung drohen durch Waldrodungen für Weide- und Anbauflächen der Entzug ihrer Lebensgrundlage. Mit dem vieldiskutierten Mercosur-Abkommen, das durch den Wegfall des Großteils der Zölle die größte Freihandelszone der Welt schaffen soll, verfolgt die EU auch geostrategische Ziele: Sie will sich aus der Abhängigkeit von den USA und China lösen. Zeitgleich beobachten wir, wie die USA Völkerrechtsbrüche in Kauf nehmen und zu einer Politik zurückkehren, die Lateinamerika als ihren „Hinterhof“ degradiert, um ihre Zugänge zu Rohstoffen zu sichern und davon zu profitieren – mit nicht absehbaren Folgen für die Region und für uns in Europa.
Angesichts dieser Bedrohungen für Lateinamerika von außen, ist die Landfrage wieder von höchster Aktualität. Inwieweit erhöht sich der De-Industrialisierungsdruck, und was bedeuten die Handelsabkommen für die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die u.a. in Bolivien mit rund 80% der zentrale Pfeiler der Ernährungssicherung sind?
Wir diskutieren, inwieweit die Staaten Lateinamerikas ihre wirtschaftliche Existenz und Ernährungssouveränität gewährleisten, und wie faire Handelsbeziehungen aussehen können. Dabei berücksichtigen wir Friedensbildungsprozesse in den von Konflikten geprägten Ländern Mexiko und Kolumbien.
an Entwicklungspolitik Interessierte, Multiplikator*innen, Kirchengemeinden
Carola Hausotter
Studienleiterin für Friedensethik und Transkulturalität
Andrés Musacchio
Studienleiter für Ökonomie und Sozialpolitik
Evangelische Akademie Bad Boll
In allen Preisen ist die gesetzliche Mehrwertsteuer enthalten. Kosten für nicht eingenommene Mahlzeiten können wir leider nicht erstatten.
Geschäftsbedingungen siehe: www.ev-akademie-boll.de/agb

Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V.

Welthaus Stuttgart e.V.

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