10.02. - 10.02.2020 Hospitalhof Stuttgart

Warum brennt es in Lateinamerika?


Bernardino Avila (gracias cumpa!)

Die politische Lage Lateinamerikas steht derzeit im Fokus. Steigende Armut durch regressive Einkommensumverteilung, Primarisierung der Wirtschaft aufgrund einer massiven Öffnung, Menschenrechtsverletzungen und systematische Repression haben zu Volksaufständen in mehreren Ländern geführt. Die Demokratie ist nicht selten durch Putsche oder durch massiven Eingriff in die Rechtstaatlichkeit in Frage gestellt. Der historische Hintergrund ist sehr komplex. Mit Expert_innen und Akteur_innen wollen wir die angespannte Situation auf dem Kontinent durchleuchten und Möglichkeiten für die Zukunft diskutieren.

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Thema

Proteste, Volksaufstände, Repressionen - Lateinamerika stand lange nicht so im Rampenlicht wie in den vergangenen Monaten. Die Anlässe und Ausdrucksformen der Unruhen sind vielfältig: in Chile, Kolumbien und Ecuador wird gegen neoliberale Politiken demonstriert. Bolivien erlebte nach über einer Dekade der Demokratie einen Putsch. Aber auch in Brasilien und Venezuela ist die Demokratie angegriffen. In Mittelamerika schwillt die Auswanderungswelle weiter an. In Mexiko stellt Gewalt ein allgegenwärtiges Problem dar, und in Argentinien steckt das Wirtschaftssystem in einer Krise.
Wo liegen die Ursachen der Unruhen? Sind sie eine Folge der neoliberalen Wende? Besteht ein Zusammenhang zur Politik von Donald Trump? Oder zeichnet sich ein Wandel in der Gesellschaft ab?
Gemeinsam mit Expert_innen aus Lateinamerika, Deutschland und Österreich versuchen wir, die allgemeinen Tendenzen und Besonderheiten der lateinamerikanischen Länder zu identifizieren. Was geht auf dem Kontinent vor sich? Welche Ziele verfolgen die Proteste? Sind sie ein Ruf nach Demokratie? Geht es um soziale Rechte, um die Rechte der Frauen? Oder werden die Wirtschaftsordnung sowie die internationale Praxis und Ideologie des Neoliberalismus hinterfragt?
Gemeinsam wollen wir nach Alternativen suchen, die die Gewaltwelle eingrenzen und die sozialen Bewegungen unterstützen. Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass das Gemeinwohl und die Menschen erneut in den Fokus gerückt werden. Lassen Sie uns gemeinsam mit Organisationen der Zivilgesellschaft, Kirchen, Unternehmen und internationalen Organisationen diskutieren und Lösungen finden.
Wir laden Sie dazu herzlich ein

Andrés Musacchio
Mauricio Salazar

Programm

Montag, 10. Februar 2020

10:00

Ankunft bei Kaffee und Brezel

10:30

NEOLIBERALISMUS, SOZIALE RECHTE UND PROTEST: Was wollen die Protestbewegungen in Lateinamerika? Was können sie erreichen?

Ingrid Spiller

Nicolás Dvoskin

Tobias Boos

12:30

Mittagsbüffet

13:30

FEMALE SHIFT IN LATEINAMERIKA?
Die neuen Frauenbewegungen in Lateinamerika: Ziele, Protestformen und Initiativen für gesellschaftliche Reformen

Carola Hausotter

Ailed Villalba

15:30

Kaffeepause

16:00

FREIHANDELSABKOMMEN UND LIEFERKETTEN: In welchem Kontext steht die Widerstandsbewegung zur internationalen Wirtschaftseingliederung?

Ralf Häußler

Pedro Morazan

Hans-Jürgen Burchardt

18:00

Fishbowl: Welche Auswege aus der Krise sind möglich?

19:00

Ausklang

Referierende

Leitung

Prof. Dr. Andrés Musacchio Prof. Dr. Andrés Musacchio
Studienleiter

Mauricio Salazar Mauricio Salazar
Studienleiter

Referenten / Mitwirkende

Dr. Tobias Boos
Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien

Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt
Leiter des Fachgebiets Internationale und intergesellschaftliche Beziehungen, Universität Kassel

Dr. Nicolás Dvoskin
Univ. Buenos Aires/ Katholische Univ. Eichstätt-Ingolstadt, Ingolstadt

Dr. Carola Hausotter
Deutsche Menschenrechtskoordination Mexico, Stuttgart

Ralf Häußler
Leiter des Zentrums für Entwicklungsbezogene Bildung, Stuttgart

Dr. Pedro Morazán
Südwind-Institut, Bonn

Ingrid Spiller
Leiterin Regionalreferat Lateinamerika, Heinrich Böll Stiftung, Berlin

MA. Ailed Villalba
Dienst für Mission, Ökumene, Entwicklung, Stuttgart

Weitere Infos

Tagungsnummer

641020

Preis

Tagungsgebühr 10,00 Euro

Ermäßigung auf Anfrage möglich.

Anmeldeschluss

07.02.2020

Zielgruppen

Akteure_innen der Wirtschaft und der Gesellschaft, die in politischer, gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Verbindung zu Lateinamerika stehen. Multiplikator_innen der Entwicklungspolitik und des Fairen Handels, Kirchengemeinden, Gewerkschaften, Unternehmen und ihre Verbände. Medienschaffende

Veranstalter

Evangelische Akademie Bad Boll

Ort

Hospitalhof Stuttgart

Themengebiete

  • Gesellschaft, Staat, Recht
  • Arbeit, Wirtschaft

Kontakt

Kristin Tomaschko

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: kristin.tomaschko@ev-akademie-boll.de

Tel.: 07164 79-212

Kooperationspartner

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Anmeldeschluss: 07.02.2020

Kontakt

Andrés Musacchio

E-Mail an: Andrés Musacchio

Tel.: 07164-79-288

Mauricio Salazar

Mauricio Salazar

Studienleiter

E-Mail an: Mauricio Salazar

Tel.: 07164 79-239

Mauricio Salazar

Kristin Tomaschko

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: Kristin Tomaschko

Tel.: 07164 79-212

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