Europa erlebt seit Jahren eine vermeintliche „Dauerkrise“ der Flüchtlingspolitik. Doch was steckt tatsächlich hinter Abschottung, Überlastungsnarrativen und dem Ruf nach Kontrolle?
Von den Grenzen ins Innere der Gesellschaft
In ihrem Vortrag auf der Flüchtlingsschutztagung 2026 der Evangelischen Akademie Bad Boll analysiert die renommierte Migrationsforscherin Dr. Judith Kohlenberger die politischen und gesellschaftlichen Dynamiken der aktuellen Flüchtlingspolitik. Sie zeigt, wie Migration zunehmend instrumentalisiert wird, um von sozialpolitischen Versäumnissen abzulenken, wie rechtsstaatliche und humanitäre Standards erodieren und warum selbst sinkende Asylzahlen den Aufstieg rechter Parteien nicht bremsen.
Der Vortrag führt von den europäischen Außengrenzen bis ins Innere unserer Gesellschaft und macht deutlich, dass Fragen von Flucht, Integration und Zusammenhalt nicht isoliert migrationspolitisch beantwortet werden können. Ein analytisch scharfer, zugleich hoffnungsvoller Beitrag über Verantwortung, Solidarität und die Frage, wie demokratische Gesellschaften mit Vielfalt umgehen können.
Anmoderation: Studienleiterin Dr. Carola Hausotter






