Die Essener und die Vielfalt des antiken Judentums

Qumran verstehen mit Dr. Katja Soennecken

In dieser Episode von „Glaube. Liebe. Hoffnung.“ nehmen wir Sie mit in die faszinierende Welt des antiken Judentums. Zu Gast ist Dr. Katja Soennecken, stellvertretende Direktorin des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (Jerusalem/Amman). Ihr Vortrag „Die Essener und andere Gruppen im Judentum“, gehalten im Rahmen des Biblisch-archäologischen Seminars 2026, eröffnet spannende Einblicke in die religiöse und gesellschaftliche Vielfalt zur Zeit des Zweiten Tempels.

Ausgangspunkt des Seminars war 2026 das Thema „Qumran – die geheimnisvollen Schriftrollen vom Toten Meer“. Seit der zufälligen Entdeckung der fast tausend Schriftrollen und zahllosen kleinsten Fragmente im Jahr 1947 gelten sie als eine der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts. Die Texte – darunter die ältesten bekannten biblischen Handschriften – sind ein wissenschaftliches Puzzle voller Rätsel: Wer hat sie verfasst? Welche Überzeugungen und Lebensweisen spiegeln sie wider? Und wie gelangten sie in die Höhlen nahe Qumran?

Dr. Soennecken beleuchtet diese Fragen mit großer fachlicher Tiefe und macht deutlich, wie vielfältig das Judentum in der damaligen Zeit geprägt war. Die Hörerinnen und Hörer erhalten einen fundierten Überblick über Gruppen wie die Essener, Pharisäer, Sadduzäer und weitere Strömungen, die in enger Beziehung zum kulturellen und theologischen Umfeld der Qumranfunde stehen.

Eine Episode, die historische Erkenntnisse lebendig werden lässt und die Faszination für die Wurzeln biblischer Tradition neu entfacht.

Moderation: Studienleiter Peter Steinle