28.07. - 29.07.2017 Evangelische Akademie Bad Boll

Wege zu einer anderen Ökonomie II

Gelebte Beispiele im Diskurs


Romolo Tavani - Fotolia.com

Wirtschafts- und Konsumwachstum haben uns einen nie gekannten Wohlstand beschert. Doch durch diese Wirtschaftsweise werden die planetarischen Grenzen überschritten. Ist ein gutes Leben für alle mit den vorhandenen Ressourcen möglich?

Längst haben zivilgesellschaftliche Initiativen angefangen neue soziale Praktiken auszuprobieren. Sie teilen, tauschen, produzieren und reparieren, befreien sich von materiellem Überfluss, unterstützen sich gegenseitig, und treffen gemeinsam Entscheidungen.

Welche Bedeutung haben diese zivilgesellschaftlichen Gruppen für die sozial-ökologische Transformation?

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Thema

Wirtschafts- und Konsumwachstum haben uns einen nie gekannten Wohlstand beschert. Mittlerweile wird aber immer deutlicher, dass durch dieses scheinbar unendliche Wachstum von Produktion und Konsum die planetarischen Grenzen dramatisch überschritten werden. Wenn überhaupt, wird darauf mit technologischen Innovationen reagiert, mit dem Ziel, Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Trotzdem nehmen die Umweltschäden weiter zu.

Ist ein gutes Leben für alle mit den vorhandenen Ressourcen überhaupt möglich? Brauchen wir statt "grünen" Wachstums andere Produktions- und Konsummuster, andere Wohnformen, andere Wirtschaftskreisläufe? Müssen wir lernen, uns am Gedanken der Suffizienz zu orientieren und ein solidarisches Verhältnis zu unserer sozialen und natürlichen Mitwelt entwickeln?

Längst haben zivilgesellschaftliche Initiativen angefangen, dazu konkrete Utopien zu entwerfen und neue soziale Praktiken auszuprobieren. Sie teilen, tauschen, produzieren und reparieren, befreien sich von materiellem Überfluss, unterstützen sich gegenseitig und treffen gemeinsam Entscheidungen. Sie nennen sich Commons-Bewegung, Solidarische Ökonomie, Degrowth-Bewegung, Gemeinwohlökonomie oder Share-Economy. Was wollen diese Bewegungen, wie unterscheiden sie sich? Welche Bedeutung können diese zivilgesellschaftlichen Gruppen für die sozial-ökologische Transformation gewinnen?

Herzliche Einladung nach Bad Boll!

Romeo Edel und Carmen Ketterl

Programm

Freitag, 28. Juli 2017

15:30

Ankommen bei Kaffee und Kuchen

16:00

Begrüßung

16:30

Kein Wachstum oder neues Wachstum?
Wege zu einer großen Transformation. Welche Bedeutung haben Nischen und wie wirken sie in die Gesellschaft hinein?

Prof. Dr. André Reichel, Karlshochschule - International University, Professur für Critical Management & Sustainable Development

17:30

Wege aus der Krise
Alternativen zur Wachstumsökonomie aus feministischer Sicht

Prof. Dr. Christine Bauhardt, Humboldt-Universität Berlin, Professur für Gender und Globalisierung

18:30

Abendessen

19:30

Aussprache zu den Vorträgen und Austausch über die eigenen Anliegen in Kleingruppen (in vier Runden zu je 15 Minuten)

21:00

Film: Tomorrow und Diskussion

22:30

Gespräche im Café Heuss

Samstag, 29. Juli 2017

08:00

Andacht

Romeo Edel

08:20

Frühstück

09:00

Andere Einkommensstrukturen

Geldfrei(er) Leben: Tobi Rosswog, Bildungskollektiv Mainz

Gemeinsame Ökonomie: Uli Barth, Kommune Niederkaufungen

09:30

Vertiefung in Arbeitsgruppen

10:30

Kaffeepause

11:00

Andere Wohnformen

Tiny Houses: Pfr.in Ulrike Schaich

Experimentelles Wohnen im Earthship: Max Thulé, Gemeinschaft Schloss Tempelhof

11:30

Vertiefung in Arbeitsgruppen

12:30

Mittagessen

14:00

Wir brauchen Luft - wir holen Luft
Thematischer Spaziergang am Fuße der Alb

Austausch und Zwischenbilanz

15:00

Andere Wirtschaftskreisläufe

Anders Wirtschaften: Liane Faust & Roland Wiedemeyer; ReWiG Regionale Wirtschaftsgemeinschaft

Allgäu

Zeit gegen Zeit, die Tauschringidee:

Josef Haag, Rems-Taler Tauschring

15:30

Vertiefung in Arbeitsgruppen

16:30

Schlussrunde

17:30

Ende

Referierende

Leitung

Romeo Edel Romeo Edel
Wirtschafts- und Sozialpfarrer

Carmen Ketterl Romeo Edel
Studienleiterin

Referentinnen/Referenten

Uli Barth
Kommune Niederkaufungen

Prof. Dr. Christine Bauhardt
Humboldt-Universität, Berlin

Liane Faust
ReWiG, Regionale Wirtschaftsgemeinschaft Allgäu, Memmingen

Josef Haag
Rems-Taler Tauschring, Waiblingen

Prof. Dr. André Reichel
Karlshochschule - International University, Karlsruhe

Tobi Rosswog
Bildungskollektiv, Mainz

Pfarrerin Ulrike Schaich
Altdorf

Max Thulé
Gemeinschaft Schloss Tempelhof, Kressberg

Roland Wiedemeyer
ReWiG, Regionale Wirtschaftsgemeinschaft Allgäu, Memmingen

Weitere Infos

Tagungsnummer

250417

Preis

Tagungsgebühr 30,-- Euro
Kosten für Unterkunft/Verpflegung je Person:
Einzelzimmer mit Dusche/WC 84,-- Euro
Zweibettzimmer mit Dusche/WC 70,70 Euro
Kein Zimmer, nur Verpflegung 30,90 Euro

Studierende erhalten eine Ermäßigung von 50% auf Kursgebühr und Übernachtungs- und Verpflegungskosten.
Weitere Ermäßigungen sind auf Anfrage möglich.

Anmeldeschluss

17.07.2017

Zielgruppen

Initiativen und Einzelpersonen, die andere Lebens-, Arbeits- oder Konsumstile ausprobieren oder leben, Interessierte aus Kirche und Gesellschaft.

Veranstalter

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Stuttgart

Ort

Evangelische Akademie Bad Boll

Themengebiete

  • Umwelt, Landwirtschaft

Kontakt

E-Mail an: dorith.szillat-poerschke@ev-akademie-boll.de

Tel.: 0711 229363-261

Kooperationspartner

Anmeldefrist abgelaufen

Anmeldeschluss: 17.07.2017

Kontakt

Romeo Edel

Romeo Edel

Wirtschafts- und Sozialpfarrer

E-Mail an: Romeo Edel

Tel.: 0711 229363-260

Carmen Ketterl

Carmen Ketterl

Studienleiterin

E-Mail an: Carmen Ketterl

Tel.: 07164 79-312

Carmen Ketterl

E-Mail an: Dorith Szillat-Poerschke

Tel.: 0711 229363-261

Themengebiete

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Tagungs-Flyer als PDF