Was bedeutet „rechtserhaltende Gewalt“ in einer Zeit des Krieges? Kann es unter den Bedingungen imperialer Gewalt einen gerechten Frieden geben?
In seinem Vortrag setzt sich der polnische Publizist und ZEIT‑Autor Adam Krzemińsky mit der neuen Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland auseinander. Aus polnischer Perspektive ordnet er die friedensethischen Überlegungen der EKD historisch, politisch und moralisch ein – vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, der europäischen Geschichte und aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen.
Krzemińsky fragt nach den Grenzen pazifistischer Traditionen, nach Verantwortungsethik, Abschreckung und Solidarität mit bedrohten Gesellschaften. Sein Beitrag ist ein eindringliches Plädoyer dafür, Friedensethik nicht losgelöst von Macht, Gewalt und realen Erfahrungen zu denken.
Der Vortrag war Teil des 11. friedensethischen Studientags der Evangelischen Akademien in Deutschland, der am 25. Februar 2026 stattgefunden hat. Schwerpunkt: „EKD-Friedensdenkschrift in der Diskussion. Stimmen aus der Ukraine und aus Polen“.







