04.03.2026, 14:00 - 16:00 Uhr, Online-Veranstaltung,

Macht, Ressourcen und Wirtschaftswandel

Geoökonomie, Geopolitik und die ungleiche Transformation


Musacchio

Eine neue Geoökonomie gestaltet sich aus und spiegelt sich in einer neuen Geopolitik wider. Doch wie wirkt sich diese Ära strategischer Wirtschaftskonflikte konkret auf den Globalen Süden aus? Welche spezifischen Herausforderungen ergeben sich für Lateinamerika -aber auch für Europa-, das zwischen den Fronten des globalen Nordens navigieren muss?

Diskutieren Sie mit unseren Expert:innen die ungleichen Folgen dieses Wandels und erkunden Sie gemeinsam mögliche Handlungsspielräume für eine souveräne Entwicklung.

Hinweis

Die Veranstaltung gehört zur Projektreihe TraSas: www.ev-akademie-boll.de/akademie/projekte/aktuelle-projekte/trasas.html

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Thema

Die Weltwirtschaft vollzieht einen grundlegenden Wandel: von einer multilateralen Ordnung hin zu einer geoökonomischen Logik. Nun dient wirtschaftliche Macht strategischen und sicherheitspolitischen Zwecken.
Die neue geoökonomische Konstellation trifft Weltregionen äußerst ungleich. Sie stellt sowohl den Globalen Süden als auch Europa vor spezifische Herausforderungen. Lateinamerika muss seinen Weg zwischen der wirtschaftlichen Offensive Chinas und der Reaktion des Westens finden. Europa sieht sich der Frage gegenüber, wie es seine klimapolitischen und wirtschaftlichen Interessen wahren kann, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen oder alte Machtlogiken zu reproduzieren.
Die komplexe Lage hat sich durch den jüngsten Militäreingriff in Venezuela zugespitzt. Markiert dies einen geopolitischen Bruch oder beschleunigt es nur bestehende Trendkonflikte? Diese Entwicklung wirft dringende Fragen auf: Vor dem Hintergrund historischer Abhängigkeiten – welche Strategien (von Industriepolitik bis regionaler Integration) können einer erneuten Fokussierung auf Rohstoffe und der externen Verwundbarkeit entgegenwirken? Wie beeinflussen sie die Energiewende und den Wettbewerb um Ressourcen wie Lithium?
Die zentrale Frage bleibt: Welchen konkreten Handlungsspielraum haben die Europäische Union und die Länder Lateinamerikas, um diesen dynamischen und zunehmend konfliktreichen globalen Transformationsprozess gemeinsam und aktiv mitzugestalten?
Gewinnen Sie in nur zwei Stunden eine klare analytische Einordnung der aktuellen Großmachtkonflikte aus deutscher und lateinamerikanischer Perspektive. Verstehen Sie die Auswirkungen auf Wirtschaft und Politik und diskutieren Sie mit unseren Expert*innen über mögliche Handlungsoptionen für beide Regionen.

Programm

Mittwoch, 4. März 2026

14:00

Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Andrés Musacchio

14:10

Geopolitik und Geoökonomie - ziemlich beste Freunde?

Prof. Dr. Hans-Jürgen Bieling

14:30

Ökonomische Geopolitik des globalen Wandels: Herausforderungen für Lateinamerika

Prof. Dr. Victor Ramiro Fernandez

14:50

Wie die geopolitische Wende den Globalen Süden trifft: Risiken und Handlungsspielräume

Dr. Anne Tittor

15:10

Kritische Betrachtungen

Prof. Dr. Ulrich Brand

15:15

Diskussion mit dem Publikum

Mod:
Prof. Dr. Andrés Musacchio

15:50

Schlussfolgerungen

Prof. Dr. Andrés Musacchio

16:00

Ende der Veranstaltung

Referierende

Leitung

Prof. Dr. Andrés Musacchio Prof. Dr. Andrés Musacchio
Studienleiter

Referenten / Mitwirkende

Prof. Dr. Hans-Jürgen Bieling
Institut für Politikwissenschaft, Eberhard Karls Universität Tübingen, Tübingen

Prof. Dr. Ulrich Brand
Universität Wien, Wien

Prof. Dr. Victor Ramiro Fernandez
Instituto de Humanidades Y Ciencias Sociales, Universidad Nacional del Litoral

Dr. Anne Tittor
Leiterin des JRT04 Eigentumsverhältnisse in der entstehenden Wasserstoffwirtschaft, Universität Jena, Jena

Weitere Infos

Tagungsnummer

640926

Anmeldeschluss

02.03.2026

Zielgruppen

Interessierte an internationaler Wirtschaft und Politik, Verantwortliche in Einrichtungen der Entwicklungsarbeit, Mitarbeitende von Finanzinstitutionen. Mitglieder politischer Parteien, Aktivisten*innen der Zivilgesellschaftsorganisationen, Journalisten*innen, Wissenschaftler*innen, am Thema Interessierte, Multiplikator*innen der außerschulischen Bildung und Lehrkräfte der Beruflichen Schulen.

Veranstalter

Evangelische Akademie Bad Boll

Preis pro Person

Ihre Teilnahme ist kostenfrei.

Geschäftsbedingungen siehe: : www.ev-akademie-boll.de/agb

Bundeszentrale für politische Bildung

Der Dachverband Evangelische Akademien in Deutschland e. V. (EAD) ist ein anerkannter Träger der bpb. Der Unterträger Evangelische Akademie Bad Boll ist Mitglied der EAD.

Themengebiete

  • Gesellschaft, Staat, Recht
  • Internationale Politik, Europa
  • Wirtschaft, Arbeit, Digitalisierung

Kontakt

Kristin Tomaschko

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: kristin.tomaschko@ev-akademie-boll.de

Tel.: 07164 79-212

Kooperationspartner

Hauptsponsor TraSAs

TraSAs

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Anmeldeschluss: 02.03.2026

Kontakt

Andrés Musacchio

E-Mail an: Andrés Musacchio

Tel.: 07164-79-288

Kristin Tomaschko

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: Kristin Tomaschko

Tel.: 07164 79-212

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