13.02.2026, 16:00 - 18:00 Uhr, Online-Veranstaltung,
Friedensstimmen aus Lateinamerika in Zeiten globaler Umbrüche
Wenn die Politik eines Staates mit Macht das Völkerrecht bricht, steht ein ganzer Kontinent vor einer existenziellen Frage. Die Einmischung in Venezuela ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer Haltung, die die Region zum „Hinterhof“ fremder Interessen degradiert.
Die Veranstaltung untersucht die Folgen dieser Realität, in der das Recht des Stärkeren den Dialog zwischen Nationen zu verdrängen scheint. Welche Konsequenzen hat das für die Menschen Lateinamerikas und welche alternativen Wege der friedlichen Zusammenarbeit gibt es? Ein Dialog zwischen kirchlichen und linken Perspektiven soll Wege für Hoffnung eröffnen.
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Thema
Was bedeutet diese neue Realität für die gesamte Region? Der Übergang vom Völkerrecht zum „Recht des Stärkeren“ hat konkrete Folgen sowohl für die Menschen in Venezuela als auch für jene in kleineren Ländern, die bereits als nächste Ziele genannt wurden. Ihre Sicherheit und Selbstbestimmung sind in Gefahr.
Doch es gibt auch Fragen nach Alternativen. Wie können Wege der friedlichen Zusammenarbeit gestärkt werden? Wie lässt sich soziale Gerechtigkeit mit dem Schutz unseres Planeten verbinden? In dieser Debatte kommt den Institutionen eine besondere Rolle zu.
Wir fragen: Wie positionieren sich die christlichen Kirchen zu diesen fundamentalen Herausforderungen? Und wo können Gemeinsamkeiten im Dialog mit marxistischen Perspektiven gefunden werden? Ein solcher Brückenschlag könnte kraftvolle Impulse für einen lateinamerikanischen Frieden setzen und für eine Zukunft jenseits der Machtlogik des „Hinterhofs“.
Programm
16:00
Begrüßung
Dr. Cornelia Hildebrandt
Dr. theol. Michael Ramminger
Prof. Dr. Andrés Musacchio
16:15
Fishbowl-Diskussion
Juan Grabois
Martha Inés Romero
Pfarrerin Berla E. Andrade-De Vargas
Prof. Dr. Alberto Moreira
Ariel Dacal Diaz
Mod.:
Prof. Dr. Andrés Musacchio
Mod.:
Dr. Julia Lis
17:30
Abschlussrunde & Verabschiedung
Referierende
Leitung
Prof. Dr. Andrés Musacchio
Prof. Dr. Andrés Musacchio
Studienleiter
Dr. Cornelia Hildebrandt, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Referenten / Mitwirkende
Pfarrerin Berla E. Andrade-De Vargas
Presbyterianische Kirche Venezualas
Ariel Dacal Diaz
Historiker an der Universität Havanna/ Kuba
Juan Grabois
Patria Grande Front, Mitglied des Nationalkongress Argentienien
Dr. Julia Lis
Institut für Theologie und Politik, Münster
Prof. Dr. Alberto Moreira
Päpstliche Universität von Goiana/ Brasilien
Dr. theol. Michael Ramminger
Theologe und Autor, Institut für Theologie und Politik in Münster, Münster
Martha Inés Romero
Generalsekretärin Pax Christi International, Kolumbien
Weitere Infos
Tagungsnummer
641226
Anmeldeschluss
13.02.2026
Zielgruppen
Die Tagung spricht Wissenschaftler*innen, Aktivist*:innen, kirchliche Mitarbeitenden und politisch Interessierte an. Ziel ist ein multiperspektivischer Dialog über Lateinamerikas Souveränität, Völkerrecht und alternative Friedenswege zwischen akademischer Analyse, zivilgesellschaftlicher Praxis und theologisch-ethischer Reflexion
Preis pro Person
Ihre Teilnahme ist kostenfrei.
Geschäftsbedingungen siehe: : www.ev-akademie-boll.de/agb
Themengebiete
- Religion, Kirche, Theologie
- Gesellschaft, Staat, Recht
- Internationale Politik, Europa
- Wirtschaft, Arbeit, Digitalisierung
Kontakt
Kristin Tomaschko
Tagungsorganisatorin
E-Mail an: kristin.tomaschko@ev-akademie-boll.de
Tel.: 07164 79-212




