Mobilitätswende gerecht gestalten – in der Umsetzung

Tagungsreihe 2026–2028

Eine gemeinsame Veranstaltung von Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und Evangelische Akademie Bad Boll

Die erfolgreiche Tagungsreihe „Mobilitätswende gerecht gestalten“ (2022–2025) hat eine breite inhaltliche Grundlage geliefert: Fachliche Perspektiven, sozialpolitische Anforderungen, empirische Befunde und konkrete Forderungen für eine sozial gerechte Mobilität. 

Ab 2026 gehen das Verkehrsministerium Baden-Württemberg und die Evangelische Akademie Bad Boll mit einer neuen gemeinsamen Tagungsreihe in die nächste Phase: „Mobilitätswende gerecht gestalten – in der Umsetzung“. 
Im Mittelpunkt steht nun, wie die bislang erarbeiteten Erkenntnisse und Forderungen praxisnah in Sozialverwaltungen, Sozialverbänden, Kommunen und Initiativen umgesetzt und verankert werden können. Die Reihe richtet sich an Fachkräfte aus Sozialplanung, Verwaltung, Verbänden, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die Mobilitätsgerechtigkeit vor Ort gestalten möchten.

21.-22. Mai 2026: Gerechte Mobilität in der Umsetzung: Rad- und Fußverkehr sowie Verkehrssicherheit
Die erste Tagung nimmt zentrale Aspekte einer sozial gerechten Mobilitätswende in den Blick, die unmittelbar den Alltag breiter Bevölkerungsgruppen betreffen:
• Rad- und Fußverkehr als Bausteine sozial gerechter Mobilität
• Verkehrssicherheit als Gerechtigkeitsfrage

Ziel ist es, Fachinformationen mit Kommunikationswegen zu verbinden: Wie gelangen diese Inhalte wirksam und verständlich in die Praxiskontexte von Sozialverwaltungen und Sozialverbänden?

Gemeinsam wird erarbeitet, welche bisherigen Forderungen aus der Reihe 2022–2025 oberste Priorität haben. Wo erleben Teilnehmende konkrete Umsetzungsprobleme? Und wie kann man sie miteinander teilen und sichtbar machen? Ein praxisorientiertes Welt-Café strukturiert den Austausch entlang von vier Zielgruppen:

  1. Kinder, Jugendliche und Familien
  2. Menschen mit Behinderung, Senior*innen
  3. Migrant*innen
  4. Menschen in Armut

Jede Zielgruppe erarbeitet bestehende Aktivitäten, Fragen aus der jeweiligen Perspektive, mögliche Kommunikationsformen sowie Wege in die Praxis sowohl der Sozialverwaltungen als auch der Sozialverbände.

13.-14. Mai 2027: Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Im zweiten Jahr der Reihe liegt der Fokus auf dem öffentlichen Personennahverkehr – einem zentralen Schlüssel zur Mobilitätsgerechtigkeit.
Themen sind u. a.:

• Praxiserfolge aus Baden-Württemberg u.a. zur Barrierefreiheit 
• Beiträge aus der Armutsberichterstattung und dem Gesellschaftsreport Mobilitätsarmut
• Handlungsempfehlungen der AG Sozialplanung
• Liga-Forderungen zur sozial gerechteren Mobilität
Auch diese Tagung verknüpft inhaltliche Inputs mit Kommunikationsfragen: Wie können diese Informationen vor Ort so vermittelt werden, dass sie wirksam zu Veränderungen beitragen?

2028: Umsetzung, Verstetigung und Transfer
Das dritte Jahr widmet sich den Fragen der Verstetigung:
• Was hat die Praxis übernommen?
• Welche Materialien, Kommunikationsformate, Kooperationsnetzwerke oder Unterstützungsbedarfe braucht es langfristig?
• Wie gelingt der Transfer in Politik, Sozialraumplanung und Zivilgesellschaft?

Ziel der gesamten Reihe ist es:
• Informationen aus Politik, Ministerien und Fachstellen verständlich aufzubereiten
• Kommunikationskanäle zwischen Mobilitätsakteuren und sozialen Einrichtungen zu stärken
• Praxiswissen aus Kommunen und Verbänden sichtbar zu machen
• Umsetzungsbarrieren herauszuarbeiten und Lösungen zu entwickeln