Ditib-Chef: Zentrum Islamische Theologie ist riesiger Fortschritt

Podiusmdiskussion in der Evangelischen Akademie Bad Boll

Erdinc Altuntas (l.) und Landesbischof Frank Otfried July. Foto: Korf

Bad Boll (epd) - Das Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Tübingen und der von der baden-württembergischen Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) einberufene "Runder Tisch Islam" sind nach Ansicht des Vorsitzenden der Ditib in Baden-Württemberg, Erdinc Altuntas, ein riesiger Fortschritt für die Muslime in Baden-Württemberg. Leider sei man bei dem Pilotprojekt des Islamischen Religionsunterrichtes an Grundschulen in Baden-Württemberg nur wenig vorwärts gekommen, bedauerte Altuntas bei einer Podiumsdiskussion am Freitagabend in der Evangelischen Akademie in Bad Boll.
Der Vorsitzende des Landesverbandes der Islamischen Kulturzentren Baden-Württemberg (VIKZ), Yavuz Kazanc  wünschte sich in Deutschland eine Anerkennungskultur gegenüber den Muslimen. Man solle akzeptieren, dass die muslimischen Frauen eben anders aussehen. In vielen kirchlichen Kindergärten betreuten die Erzieherinnen mehr muslimische als christliche Kinder. Warum solle man dann nicht auch muslimische Erzieherinnen einstellen, fragte er.
Der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, sagte, es sei wichtig, dass Erzieherinnen interkulturell kompetent sind und auf die muslimischen Kinder eingehen. Aber die kirchlichen Kindergärten müssten eine klare Identität behalten. So müsse der christliche Erziehungs- und Bildungsauftrag in Abgrenzung zu den staatlichen Kindergärten deutlich erkennbar sein, sagte der Landesbischof.
In der Kirche habe es für Diskussionen gesorgt, dass eine Vikarin entlassen wurde, weil sie einen Muslim geheiratet hatte, so July. Dies zeige, dass es unabhängig von dieser Entscheidung nötig sei, sich grundsätzlich mit dem Thema christlich-islamischer Ehen zu befassen

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