Gelebte Ökumene: Begegnungstagung zwischen evangelischen und orthodoxen Geistlichen

Über die Bedeutung der Taufe in evangelischen und orthodoxen Gemeinden haben sich 40 Geistliche beider Kirchen vom 31. Januar bis zum 1. Februar in der Evangelischen Akademie Bad Boll ausgetauscht. Unter den Referenten der Tagung "Eins in Christus – Taufe und Taufgeleit in evangelischen und orthodoxen Gemeinden" waren der griechisch-orthodoxe Bischof Vasilios von Aristi und Landesbischof Frank Otfried July.

Landesbischof Frank Otfried July (Copyright: Factum, Weise)

Zum siebten Mal veranstaltete der Arbeitskreis Orthodoxie der Evangelischen Landeskirche in Württemberg diese Begegnung. Die Treffen bieten Raum für den Dialog über Themen der Ökumene.

Im Fokus des diesjährigen Treffens stand die Taufe, die die christlichen Kirchen untereinander seit 2007 über die Konfessionsgrenzen hinweg anerkennen. Oberkirchenrat Prof. Ulrich Heckel und der russisch-orthodoxe Erzpriester Alexej Wassin von der Geistlichen Akademie Minsk stellten in ihren Beiträgen theologischen Hintergrund und aktuelle Herausforderungen vor. So geht in der evangelischen Kirche die Zahl der Säuglingstaufen zurück, viele Täuflinge sind im Jugendlichen oder Erwachsenenalter.

Oberkirchenrat Heckel appellierte vor diesem Hintergrund an Gemeindeglieder und Pfarrer: „Die Aufforderung ,Geht hin’ ist wieder neu zu lernen in einer Zeit, in der die Säuglingstaufe nicht mehr selbstverständlich ist: Geht hin zu den Familien der neugeborenen Kinder und zu den Erwachsenen, die noch nicht getauft sind. Wartet nicht nur ab, bis jemand kommt – oder eben auch nicht.“

Die Mehrzahl der rund 20 orthodoxen Gäste kamen aus der Griechischen Metropolie, aber auch Priester der rumänischen, serbischen, aramäischen, syrischen und eritreischen Gemeinden in Süddeutschland waren vertreten. Insgesamt leben nach Angaben des Religionswissenschaftlichen Informationsdienst (REMID) mehr als 1,3 Millionen orthodoxe Gläubige in Deutschland.

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