Mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Erster internationaler und inklusiver Diakoniekongress verabschiedet Denkanstöße. Ziel ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen einen Platz haben

Foto: Diakonie BW

„Mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“ – das ist einer der zentralen Denkanstöße, die auf dem ersten internationalen und inklusiven Diakoniekongress in der Evangelischen Akademie Bad Boll einstimmig beschlossen wurden. Das Thema des dreitägigen Kongresses mit 250 Teilnehmern aus aller Welt lautete : „All inclusive!? – Die UN-Behindertenrechtskonvention als Herausforderung für die diakonische Arbeit.“

Ziel ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen mit und ohne Behinderungen ihren Platz haben. Gemeinsam wurden Ideen für die Zukunft entwickelt. In Workshops wurden Hoffnungen, Visionen und zentrale Forderungen ausgetauscht und als Denkanstöße aufgeschrieben. Es wurden Denkanstöße zu sieben verschiedenen Bereichen erarbeitet und vom Plenum verabschiedet.

Einige zentrale Punkte sind:e

  • Eine Schule für alle, in der alle vorhandenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen der Fachkräfte gebündelt werden. Dort lernen alle Kinder und Jugendlichen Bildung, Selbstbewusstsein und soziale Fähigkeiten.
  • Mehr Arbeitsplätze für Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit unterschiedlichen Angeboten im Übergang von der Werkstatt für behinderte Menschen zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Auch in Werkstätten muss ein Arbeitslohn gezahlt werden, der zum Leben reicht.
  • Mehr Kommunikation mit Symbolen, Bildern und in einfacher Sprache.
  • Teilhabe an öffentlichen Gremien.
  • Freie Wahl der Wohnform mit der entsprechenden bedarfsgerechten und finanziellen Unterstützung.

Die Denkanstöße sind ein Zwischenschritt bei der UN-Behindertenrechtskonvention. Kirche und Diakonie werden weiter daran arbeiten.

Bad Boller Denkanstöße (pdf)

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Reinhard Becker

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Miriam Kaufmann

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