15.07. - 16.07.2024, Präsenzveranstaltung, Evangelische Tagungsstätte Bad Boll

Armut und Straffälligenarbeit

Welche Chancen bieten Resozialisierungsmaßnahmen, woran scheitern sie?


©FotografiaBasica|iStock

Der Übergang aus der Haft in die Freiheit ist eine enorme Herausforderung. Zunächst einmal für die entlassenen Inhaftierten selbst. Dann aber auch für alle, die diesen Übergang begleiten und unterstützen wollen. Wo liegen hier die Schwierigkeiten? Wo braucht es neue Formen und neue Netzwerke im Übergangsmanagement? Aktuellen Fragestellungen aus diesem Themenfeld widmet sich die Tagung mit Akteur*innen aus der sozialen Arbeit, aus Justiz und Politik sowie mit Expert*innen aus der Wissenschaft.

Achtung:

Alle Zimmer in der Tagungsstätte sind ausgebucht. Gerne können Sie sich weiterhin als Tagesgast anmelden. Wir können Ihnen die umliegenden Hotels empfehlen. Diese sind alle nur wenige Geh- bzw. Fahrminuten von der Evangelischen Akademie entfernt - Kurhaus, Seminaris, Stauferland.

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Thema

Die jüngsten Krisen verschärfen die Gefahr, dass Menschen in Armut geraten und keinen Weg aus dieser herausfinden.
Im Strafvollzug ist die Zahl der Menschen, die von Armut betroffen sind, überdurchschnittlich hoch.

Deshalb stellt sich die Frage, welche Bedeutung der Faktor „Armut“ für die Begehung von Straftaten hat. Institutionen und Personen, die sich mit der Resozialisierung von Straffälligen befassen, müssen dieser Frage nachgehen. Hierbei geht es auch darum, die Arbeitsbedingungen und die Finanzierung der freien Straffälligenhilfe zu beleuchten.
Menschen in Armut befinden sich häufig in multiproblematischen Lebenslagen. Sie haben gesundheitliche Probleme, eine Suchtproblematik oder sie sind arbeits- und wohnungslos.

Die Straffälligenhilfe ist dadurch tagtäglich herausgefordert, betroffene Menschen dort gezielt zu unterstützen, wo solche Problemlagen bestehen. Dass eine Haftstrafe nach wie vor stigmatisierend wirkt, erschwert diese Arbeit und hemmt die Aussicht auf eine Wohnung oder auf eine feste Beschäftigung nach der Haft.
Wie steht es um die Verbindung zwischen Armut und Straffälligkeit?
Was können wir in Politik, Gesellschaft und in der Straffälligenhilfe tun, damit Resozialisierung auch für arme und benachteiligte Menschen gewährleistet werden kann?
Welche finanziellen Mittel braucht es, um dieser Herausforderung gerecht zu werden?
Es geht um tiefgreifende Fragen, die den Kern der Menschenwürde und der Sozialarbeit berühren.
Es gibt allen Anlass, darüber in Bad Boll zu diskutieren.
Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Uta-Micaela Dürig
Achim Brauneisen
Peter Häberle
Julia Heidenreich
Florian Dirr
Sebastian Kopp
Wolfgang Mayer-Ernst

Programm

Montag, 15. Juli 2024

09:30

Ankommen bei Kaffee, Tee und Brezeln
im Café Heuss

10:00

Begrüßung

Wolfgang Mayer-Ernst
Achim Brauneisen

10:20

Armut und Ungleichheit in Deutschland – Wo stehen wir heute?

Dr. Joachim Rock

11:20

Frischluftpause

11:30

Strafvollzug und Armutsspirale

Prof. Dr. Christine Graebsch

12:15

Mittagessen im Symposion

14:00

Armut und Straffälligenarbeit - Wahrnehmung aus der Arbeit der freien Straffälligenhilfe

Thomas Kammerlander
Rainer Kanzler
Johannes Lenk
Christina Gröbmayr
Uwe Gossner

14:30

Sozialstaat - aber wie? Teilhabe für alle

N.N.

15:15

Armut und Kriminalität - Armut und Straffälligenarbeit

Rede mit anschließender Diskussion
Ministerin Marion Gentges, MdL
Ministerin der Justiz und für Migration

16:00

Pause mit Kaffee, Tee und Kuchen im Symposion

16:30

Wohnungslosigkeit bis 2030 überwinden – Wie geht das?

Sabine Bösing

17:10

Straffälligenarbeit und Schuldnerberatung - Chancen der Resozialisierungsbemühungen und woran scheitern diese?

Prof. Dr. jur. Carsten Homann

18:00

Abendessen im Symposion

19:00

Fortsetzung des Austausches und der Gespräche
im Café Heuss

Dienstag, 16. Juli 2024

08:00

Morgenandacht in der Kapelle

Wolfgang Mayer-Ernst

08:20

Frühstück im Symposion

09:00

Erwerbsintegration von dem Arbeitsmarkt ferneren Personen

Andreas Krampe

09:45

Frischluftpause

10:00

Podiumsdiskussion: Armut und Straffälligenarbeit - welche Strategien braucht es für einen erfolgreichen Resozialisierungsprozess in Baden-Württemberg?

Arnulf Freiherr v. Eyb, MdL
Daniela Evers, MdL
Nico Weinmann, MdL
Moderation:
Burkhard Plemper

11:30

Pause mit Kaffee und Tee
im Café Heuss

12:00

Ideenwerkstatt: Armut und Straffälligenhilfe - was leiten wir ab, welche Handlungsbedarfe bestehen für die Arbeit in der freien Straffälligenhilfe?

Workshops zu konkreten Fragestellungen und Vorstellung der Ergebnisse

13:15

Zusammenfassung und Abschluss der Tagung

Uta-Micaela Dürig
Wolfgang Mayer-Ernst

13:30

Mittagessen im Symposion und Ende der Tagung

Referierende

Leitung

Wolfgang Mayer-Ernst Wolfgang Mayer-Ernst
Studienleiter


Peter Häberle
Vorsitzender, Badischer Landesverband für soziale Rechtspflege K.d.ö.R

Julia Heidenreich
Geschäftsführerin, Verband Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg e.V.

Achim Brauneisen
Vorsitzender, Verband Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg e.V.

Florian Dirr
Leitung Bereich Krisenintervention und Existenzsicherung, Der Paritätische Baden-Württemberg e.V.

Sebastian Kopp
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Badischer Landesverband für soziale Rechtspflege K.d.ö.R

Uta-Micaela Dürig
Sozialpolitische Vorständin, Der Paritätische Baden-Württemberg e.V.

Referenten / Mitwirkende

Sabine Bösing
Geschäftsführerin und Fachreferentin, Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V., Berlin

Daniela Evers, MdL
Sprecherin für Rechtspolitik, Strafvollzugsbeauftragte, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg, Stuttgart

Arnulf Freiherr v. Eyb, MdL
Rechtspolitischer Sprecher, Beauftragter für Strafvollzug, Fraktion CDU im Landtag von Baden-Württemberg, CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Stuttgart

Ministerin Marion Gentges, MdL
Ministerium der Justiz und für Migration, Fraktion CDU im Landtag von Baden-Württemberg, Stuttgart

Uwe Gossner
Dipl.-Sozialpädagoge, Geschäftsführung, Bewährungs- und Straffälligenhilfe Ulm e.V., Ulm

Prof. Dr. Christine Graebsch
Dipl.-Kriminologin, Professorin für Recht der Sozialen Arbeit, Fachhoschule Dortmund, Dortmund

Christina Gröbmayr
Rechtsanwältin, Vorstandsvorsitzende, Bezirksverein für soziale Rechtspflege Freiburg, Freiburg im Breisgau

Prof. Dr. jur. Carsten Homann
Professor für Recht der Sozialen Arbeit, Hochschule RheinMain, Wiesbaden

Thomas Kammerlander
Dipl.-Soz.Arb., Sozialwirt (FH), Geschäftsführer, PräventSozial Bewährungshilfe Stuttgart e.V., Stuttgart

Rainer Kanzler
Dipl.-Soz.Arb., Sozialwirt (FH), Geschäftsführer, PräventSozial Bewährungshilfe Stuttgart e.V., Stuttgart

Andreas Krampe
Dipl.-Soziologe, Leiter Arbeitsfeld III Grundlagen sozialer Sicherung, Sozialhilfe, soziale Leistung, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Berlin

Johannes Lenk
Dipl.-Sozialpädagoge, Psychosoziale Beratung (MA), Geschäftsführer, Bezirksverein für soziale Rechtspflege, Mannheim

N.N.

Burkhard Plemper
Freier Journalist, Soziologe und Filmemacher, Hamburg
https://www.plemper-hamburg.de

Dr. Joachim Rock
Abteilungsleiter Sozial- und Europapolitik, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V., Berlin

Nico Weinmann, MdL
Stv. Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Rechtspolitik, Bevölkerungsschutz und Medien, Fraktion FDP/DVP im Landtag von Baden-Württemberg, Fraktion FDP/DVP im Landtag von Baden-Württemberg, Stuttgart

Weitere Infos

Tagungsnummer

520224

Anmeldeschluss

15.07.2024

Zielgruppen

Mitarbeiter*innen in der Bewährungs- und Straffälligenhilfe, in sozialen Diensten und im Strafvollzug; Vertreter*innen aus Justiz, Polizei und Politik; an Fragen der Rechts- und Sozialpolitik Interessierte

Veranstalter

Evangelische Akademie Bad Boll

Ort

Evangelische Tagungsstätte Bad Boll
Akademieweg 11
73087 Bad Boll

Preis pro Person

Teilnahme ohne Übernachtung/Frühstück: 65,00 €
Teilnahme mit Übernachtung/Frühstück im Einbettzimmer: 140,00 €
Teilnahme mit Übernachtung/Frühstück im Zweibettzimmer: 121,00 €

Die Mahlzeiten während des Tages sind im Gesamtpreis enthalten.

In allen Preisen ist die gesetzliche Mehrwertsteuer enthalten. Geschäftsbedingungen siehe: : www.ev-akademie-boll.de/agb

Themengebiete

  • Gesellschaft, Staat, Recht

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Kontakt

Olga Klich

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: olga.klich@ev-akademie-boll.de

Tel.: 07164 79-229

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Anmeldeschluss: 15.07.2024

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Wolfgang Mayer-Ernst

Wolfgang Mayer-Ernst

Studienleiter

E-Mail an: Wolfgang Mayer-Ernst

Tel.: 07164 79-208

Olga Klich

Tagungsorganisatorin

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