22.04. - 23.04.2026, Präsenzveranstaltung, Evangelische Tagungsstätte Bad Boll
Unverzichtbare Vielfalt – gestern, heute, morgen
Queere (Kirchen-)Geschichte sichtbar machen
Queeres Leben ist Teil unserer sozialen, spirituellen und kirchlichen Räume. Die Tagung zeigt, wie queere Lebensgeschichten etwa durch historische Spurensuche, Interviews oder Dialog sichtbar gemacht und bewahrt und Menschen und Institutionen queersensibler werden können.
Awareness:
Ein Awareness-Konzept ist vorhanden.
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- Workshops
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Thema
Unsere Tagung lädt dazu ein, diese Geschichten ans Licht zu holen: lebendig, vielfältig und nahbar. Mithilfe historischer Spurensuche, persönlicher Berichte, Interviews und dialogischer Methoden eröffnen wir neue Zugänge zu queerer Erinnerung und gemeinsamer Lernkultur. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Räume entstehen, in denen Menschen mutig erzählen, aufmerksam zuhören und echte Sprachfähigkeit entwickeln können. Wir zeigen, wie solche Begegnungen Empowerment ermöglichen und wie Gemeinden, Einrichtungen und Organisationen Schritt für Schritt queersensibler werden können.
Tag 2 richtet den Blick nach vorne: Wie kann Queersensibilität im Alltag von Kirche, Bildung, Medien oder sozialen Einrichtungen gelingen? Welche Ansätze bewähren sich bereits? Impulse und Spotlight-Workshops stellen konkrete Werkzeuge vor – von Regenbogenkompetenz bis zu organisationalem Lernen.
Programm
09:00
Ankommen bei Kaffee, Tee und Brezeln
ab 9 Uhr
10:00
Begrüßung und Einführung
durch das Vorbereitungsteam
10:30
Warum queere Lebensgeschichten Teil unserer Geschichte sind
Impulsvortrag
Dr. Kerstin Söderblom
11:00
Persönliche Geschichten und Perspektiven
Talkrunde mit Kerstin Söderblom, Henny Engels und weiteren (angefragten) Gäst*en
12:00
Mittagessen
14:30
"Sammlung Queer und Kirche" des Evangelischen Archivs Baden und Württemberg
Vorstellung der Projektidee
Karl-Heinz Steinle
Dr. Bertram Fink
15:30
Kaffeepause
16:30
Workshopphase
18:00
Abendessen
19:30
Queere Kirchenmusik
mit Helene Streck: Vorstellung ihrer Songs und deren Geschichten dahinter
20:30
Zeit für Gespräche im Café Heuss
08:00
queere Morgenandacht
08:20
Frühstück
ab 7 Uhr möglich
09:00
Einstieg in den Tag
Begrüßung und Einführung
09:15
Wie werden Einrichtungen queersensibler? Erfahrungen mit dem Konzept der Regenbogenkompetenz
Impulsvortrag von Ulrike Schmauch
10:15
Spotlight-Workshops Runde 1
- Ulrike Schmauch: "Kollegiale Beratung und Regenbogen-sensible Reflexion von Praxisbeispielen"
- Christine Schardt: Queering Institution/Learning System am Beispiel des Bistums Mainz
- Katja Hericks: Vitale Kirche und Vielfalt: Das Beispiel alt-katholische Kirche
- Anna Koktsidou: Erfahrungen zu Gleichstellung und Queersensibilität aus der Welt der Medien
11:15
Kaffeepause
11:45
Spotlight-Workshops Runde 2
zweite Runde mit neuer Auswahlmöglichkeit
12:45
Mittagessen
13:45
"Und jetzt"?
Podium mit dem Vorbereitungsteam in kreativem Format
15:00
Kaffee"pause" als Ende der Veranstaltung
Workshops
Bearbeiten eines Quellenkorpus anhand eines Fallbeispiels
Karl-Heinz Steinle
Dr. Bertram Fink
Narrative Interviews - wie erzählen wir, was nicht erzählt wurde?
Um eine Geschichte zu erzählen, werden immer bestimmte Strukturen genutzt, damit diese Geschichte für Zuhörende nachvollziehbar wird. Diese Strukturen unterscheiden sich, je nachdem ob es sich um Fremde oder Bekannte handelt, da manche Dinge vorausgesetzt werden können und manche nicht. Derartige Dynamiken können insbesondere das "Drinnen und Draußen" von Communities und Kirchen betreffen. Im Workshop wird anhand von Praxisbeispielen eine kurze Einführung in die Methodik des Narrativen Interviews nach Schütze gegeben und am Material gearbeitet.
Die Methode verfolgt nicht die Rekonstruktion dessen, was passiert ist, sondern sie erarbeitet das wie. Wie erzählen Menschen ihre Lebensgeschichte und wie schildert eine Person Erlebtes? Hieran folgt das Erkunden der Situation: Indem Dinge nicht erzählt werden und andere ausgeführt werden, zeigen sich gesamtgesellschaftliche und kirchliche Debatten. So zeigt sich, was sagbar erscheint und was nicht. Im besten Fall wird so das sichtbar gemacht, was nicht leicht auszuführen ist.
Dr. Florence Häneke
Intergenerationeller Dialog
Dr. Kerstin Söderblom
Von Schnabeltieren und (gender)queeren Heiligen
Geschlechtervielfalt in Theologie, Bibel und Frömmigkeitsgeschichte
Raphaela Noah Soden
Vom Umgang mit den Folgen von Konversionsbehandlungen
Dr. Klemens Ketelhut
Referierende
Leitung
Dr. Thomas Haas
Dr. Thomas Haas
Studienleiter
Marian Antoni
Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft, Referent für Queersensible Pastoral, Bischöfliches Ordinariat Rottenburg-Stuttgart
Beate Dörr
Fachreferat 32 - Frauen und Politik, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Henny Engels
Bundesvorstand, LSVD – Verband Queere Vielfalt e.V.
Linda Huber
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Dr. Thomas König
Fachbereich Gesellschaft und Sozialpolitik, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Ursula Kress
Evangelische Landeskirche in Württemberg - Evangelischer Oberkirchenrat
Johannes Kuber
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Karl-Heinz Steinle
Historisches Institut, Abtl. Neuere Geschichte, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Public History, Universität Stuttgart
Ursula Werner
Evangelische Landeskirche in Württemberg - Evangelischer Oberkirchenrat
Referenten / Mitwirkende
Helga Hedi Denu
Leiterin Beratungsstelle Geschlechtliche Vielfalt, Göppingen, Bad Boll
Dr. Bertram Fink
Archivpflege Prälaturen Heilbronn, Reutlingen, Ulm, Evangelisches Archiv Baden und Württemberg, Stuttgart
Dr. Katja K. Hericks
Sozialforscherin & Forschungscoach, Vorständin Wirtschaftsweiber e.V., Bad Kreuznach, SQIO, Nuthe-Urstromtal
Dr. Florence Häneke
Fachbereich Theologie, Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen
Dr. Klemens Ketelhut
Mosaik Deutschland e. V., Heidelberg
Anna Koktsidou
SWR Chefredaktion Hörfunk, Stuttgart
Christine Schardt
Beauftragte für Queersensible Pastoral, Bistum Mainz, Mainz
Prof. Dr. Ulrike Schmauch
Fachgebiet: Profession und Methoden Sozialer Arbeit mit den Schwerpunkten Sexualpädagogik, Praxisreflexion und Mediation am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit an der Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt
Raphaela Noah Soden
Abteilung III | Referat Ehe – Familie – Diversität | Arbeitsbereich Junge Erwachsene, Erzdiözese Freiburg / Erzbischöfliches Seelsorgeamt, Freiburg im Breisgau
Helene Streck
Dr. Kerstin Söderblom
Hochschulpfarrerin, Evangelische Studierende Gemeinde-ESG, Mainz
Weitere Infos
Tagungsnummer
400626
Anmeldeschluss
22.04.2026
Zielgruppen
haupt- und ehrenamtlich Engagierte in der kirchlichen Arbeit, die queer sind oder queersensibel arbeiten wollen, Multiplikator*innen in der Bildungsarbeit oder psychosozialen Arbeit, Historiker*innen, Archivar*innen, queere Christ*innen
Veranstalter
Evangelische Akademie Bad Boll
Ort
Evangelische Tagungsstätte Bad Boll
Akademieweg 11
73087 Bad Boll
Preis pro Person
Teilnahme ohne Übernachtung/Frühstück: 161,00 €
Teilnahme mit Übernachtung/Frühstück im Einbettzimmer: 240,00 €
Teilnahme mit Übernachtung/Frühstück im Zweibettzimmer: 220,00 €
Die Mahlzeiten während des Tages sind im Gesamtpreis enthalten.
In allen Preisen ist die gesetzliche Mehrwertsteuer enthalten. Geschäftsbedingungen siehe: : www.ev-akademie-boll.de/agb
Themengebiete
- Religion, Kirche, Theologie
- Gemeinschaft, Vielfalt, Inklusion




