16.02. - 13.07.2022 Hospitalhof Stuttgart

Jüdisches Leben heute. Aktuelle Fragen und Debatten

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – Teil III

Nach dem Grauen der Schoah schien jüdisches Leben hierzulande lange Zeit kaum denkbar. Doch heute leben wieder geschätzte 200000 jüdische Menschen in der Bundesrepublik und knüpfen so an die 1700-jährige Geschichte jüdischer Gemeinschaften in Deutschland an. Leider aber ist Antisemitismus noch immer allgegenwärtig. Diesem aktiv und entschlossen entgegenzuwirken und der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland einen guten Ort zu bewahren, das ist eine bleibende Aufgabe für unsere Gesellschaft.

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Thema

1701 Jahre alt ist der älteste Hinweis auf jüdisches Leben im Gebiet des heutigen Deutschlands: Eine Urkunde des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 belegt die Existenz einer jüdischen Gemeinde im heutigen Köln.

Seit dieser Zeit leben somit Jüdinnen und Juden im Gebiet des heutigen Deutschlands.
Von dieser Geschichte erzählen das reiche religiöse Leben der jüdischen Gemeinden, unzählige Beiträge von Jüdinnen und Juden zu Literatur, Musik, Kunst und Architektur sowie ein vielfältiges soziales und politisches Engagement.

Aber diese 1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland waren auch geprägt von der Erfahrung der Diaspora, von Diskriminierung und Verfolgung durch die christliche Mehrheitsgesellschaft.

Auch heute existiert, trotz der Grauen der Schoah, wieder ein reiches jüdisches Leben in der Bundesrepublik.
Davon erzählen die Lesungen, Vorträge, ein Konzert und zwei Exkursionen dieses dritten Teils der Reihe zum jüdischen Leben in Deutschland.

Doch muss leider immer noch auch über den aktuellen Antisemitismus geredet werden, wenn vom jüdischen Leben in Deutschland heute die Rede ist. Auch dieser ist darum Thema in dieser Reihe, damit wir in der Diskussion Wege finden, diese unselige Ideologie zu bekämpfen.

Dazu laden wir herzlich ein!

Monika Renninger, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof
Dr. Katrin Hammerstein, Landeszentrale für politische Bildung
Felix Steinbrenner, Landeszentrale für politische Bildung
Prof. Dr. Reinhold Weber, Landeszentrale für politische Bildung
Wolfgang Mayer-Ernst, Evangelische Akademie Bad Boll

Mit Ausnahme der beiden Exkursionen und des Konzerts sind die Veranstaltungen für Sie kostenfrei.

Wir bitten aber um eine Reservierung unter:
www.hospitalhof.de

Programm

Mittwoch, 16. Februar 2022

19:00

"Tränen des Künstlers"
Friedensreich Hundertwasser und die Einflüsse der jüdischen Herkunft auf sein Werk

Vortrag und Diskussion

Pfarrer Dr. Joachim Hahn, Plochingen

Eintritt frei!

Aber reservieren Sie bitte Ihre Karten vorab über die Homepage: www.hospitalhof.de

Dienstag, 22. Februar 2022

19:00

Masel Tov Cocktail

Film und Gespräch

mit Arkadij Khaet, Filmemacher

Für seine Filme bekam er bereits zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Max-Ophüls-Filmpreis.

Eintritt frei!

Aber reservieren Sie bitte Ihre Karten vorab über die Homepage: www.hospitalhof.de

Dienstag, 29. März 2022

19:00

Eberhard im Bart,
die Gründung der Universität Tübingen und die Juden

Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. Sigrid Hirbodian

Direktorin des Instituts für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Tübingen

Vorsitzende einer vom Senat der Universität beauftragten Kommission zur Überprüfung des Namens der Universität

Eintritt frei!

Aber reservieren Sie bitte Ihre Karten vorab über die Homepage: www.hospitalhof.de

Donnerstag, 7. April 2022

19:00

Was hat Antisemitismus denn mit uns zu tun?
Zur christlichen Signatur des Antisemitismus in evangelischer Kirche und Theologie

Vortrag und Diskussion

Dr. Christian Staffa

Evangelische Akademie zu Berlin

Beauftragter der EKD für den Kampf gegen Antisemitismus

Eintritt frei!

Aber reservieren Sie bitte Ihre Karten vorab unter:

www.hospitalhof.de

Montag, 11. April 2022

19:00

"Wenn nicht wir, wer dann?"
Ein Gespräch nach 1700 Jahren jüdisches Leben in Deutschland

Buchvorstellung und Diskussion

mit Prof. Barbara Traub

Psychotherapeutin und Sprecherin des Vorstandes der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg

und Dr. Michael Blume

Religionswissenschaftler und Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg

Eintritt frei!

Aber reservieren Sie bitte Ihre Karten vorab unter:

www.hospitalhof.de

Montag, 25. April 2022

19:00

Decolonizing Auschwitz?
Postkoloniale Ansätze in der Holocaustforschung

Vortrag und Diskussion

Dr. Steffen Klävers

Zentrum für Antisemitismus-Forschung an der Technischen Universität Berlin

Eintritt frei!

Aber reservieren Sie bitte Ihre Karten vorab unter:

www.hospitalhof.de

Mittwoch, 4. Mai 2022

19:00

"Unser Geist ist Weltgeist"
Stefan Zweig: Weltbürgertum aus den Quellen des Judentums

Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel

lehrte Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Universität Tübingen

Eintritt frei!

Aber reservieren Sie bitte Ihre Karten vorab unter:

www.hospitalhof.de

Donnerstag, 5. Mai 2022

11:00

Jüdisches Leben in einer Donaustadt.
Auf den Spuren jüdischen Lebens und zu Bildern des christlichen Antisemitismus in Ulm

Exkursion und Stadterkundung

Treffpunkt um 11:00 Uhr vor dem Hauptportal des Ulmer Münsters

11:00 Uhr: Antijudaistische und antisemitische Bilder in der Kunst der Kirche. Eine Führung durch das Ulmer Münster mit Prälatin Gabriele Wulz

14:30 Uhr: Jüdisches Leben in Ulm.

Ein Stadtspaziergang durch die Ulmer Innenstadt mit Dr. Nicola Wenge (angefragt)

Ende gegen ca. 17:00 Uhr

Leitung: Wolfgang Mayer-Ernst, Evangelische Akademie Bad Boll

Anmeldungen bitte unter:

beate.schnabel@ev-akademie-boll.de

Kostenbeitrag für die Führungen: 10,00 Euro.

Ihre Anreise und Ihre Verpflegung organisieren Sie in Eigenregie und auf eigene Rechnung.

Dienstag, 17. Mai 2022

10:00

Jüdisches Leben in Horb

Exkursion nach Horb und Rexingen

Leitung: Dr. Katrin Hammerstein und Andreas Schulz, Landeszentrale für polit. Bildung

Kostenbeitrag: 15,00 Euro inkl. Busfahrt (ab/nach Stuttgart, Abfahrt: 08:45 Uhr, Rückfahrt: 16:00 Uhr) und Führungen

Verpflegung auf eigene Kosten

Anmeldungen bitte unter:

ellen.eisele@lpb.bwl.de

Montag, 20. Juni 2022

19:00

Beschneidung
Eine jüdische Tradition im Spannungsfeld von Selbstbehauptung und Fremdbestimmung

Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. Dr. h. c. Robert Jütte

war über dreißig Jahre Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart und hat intensiv zum Themenbereich "Juden und Medizin" geforscht und veröffentlicht.

Mittwoch, 13. Juli 2022

20:00

"Wenn ich mir was wünschen dürfte"
Schlager zwischen zwei Weltkriegen

Konzert

mit Barbara Zechel

Schauspielerin und Sängerin

Kostenbeitrag 12,00 Euro / 10,00 Euro / 6,00 Euro

Referierende

Leitung

Wolfgang Mayer-Ernst Wolfgang Mayer-Ernst
Studienleiter

Dr. Katrin Hammerstein, Leiterin des Fachbereichs Gedenkstättenarbeit, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Monika Renninger, Pfarrerin, Leiterin Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

Felix Steinbrenner, Leiter Stabstelle "Demokratie stärken!", Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Prof. Dr. Reinhold Weber, Stellvertretender Direktor, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Referentinnen, Referenten und Mitwirkende

Dr. Michael Blume
Religionswissenschaftler, Beauftragter der Landesregierung des Landes Baden-Württemberg gegen Antisemitismus, Stuttgart

Pfarrer Dr. Joachim Hahn
Plochingen

Prof. Dr. Sigrid Hirbodian
Direktorin des Instituts für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften, Eberhard Karls Universität Tübingen

Prof. Dr. Dr. h.c. Robert Jütte
ehem. Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart

Arkadij Khaet
Filmemacher, Ludwigsburg, Köln

Dr. Steffen Klävers
Literaturwissenschaftler und Antisemitismusforscher, Berlin

Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Joseph Kuschel
ehem. Professor und Akademischer Direktor für Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Katholisch-Theologischen Fakultät, Eberhard Karls Universität Tübingen

Andreas Schulz
Fachreferent Gedenkstättenarbeit, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stuttgart

Dr. Christian Staffa
Beauftragter der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) für den Kampf gegen Antisemitismus; Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche - Schwerpunkt Bildung, Evangelische Akademie zu Berlin

Prof. Barbara Traub
Psychotherapeutin, Sprecherin des Vorstandes der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, Stuttgart

Dr. Nicola Wenge
Wissenschaftliche Leiterin Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg, KZ-Gedenkstätte, Ulm
(angefragt)

Prälatin Gabriele Wulz
Prälatur Ulm

Barbara Zechel
Schauspielerin und Sängerin, Mannheim

Mit Ausnahme der beiden Exkursionen und des Konzerts sind die Veranstaltungen für Sie kostenfrei.

Wir bitten aber um eine Reservierung unter:
www.hospitalhof.de

Weitere Infos

Tagungsnummer

521022

Preis

Mit Ausnahme der beiden Exkursionen und des Konzerts sind die Veranstaltungen für Sie kostenfrei.

Wir bitten aber für die Abendvorträge und das Konzert um eine Anmeldung auf der Homepage: www.hospitalhof.de

Anmeldung für die Exkursion am 5. Mai nach Ulm bitte unter:
beate.schnabel@ev-akademie-boll.de

Anmeldung für die Exkursion am 17. Mai nach Horb bitte unter:
ellen.eisele@lpb.bwl.de

Anmeldeschluss

16.02.2022

Zielgruppen

an deutsch-jüdischer Geschichte und Kultur sowie am jüdisch-christlichen Dialog Interessierte

Veranstalter

Evangelische Akademie Bad Boll

Ort

Hospitalhof Stuttgart

Schwerpunkttagung

  • Theologische Herausforderung heute
    Leben, Verständigung und Bildung in einer religionspluralen Gesellschaft

Themengebiete

  • Gesellschaft, Staat, Recht
  • Religion, Kirche, Ökumene

Kontakt

Beate Schnabel

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: beate.schnabel@ev-akademie-boll.de

Tel.: 07164 79-229

Archiv

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Kontakt

Wolfgang Mayer-Ernst

Wolfgang Mayer-Ernst

Studienleiter

E-Mail an: Wolfgang Mayer-Ernst

Tel.: 07164 79-208

Beate Schnabel

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: Beate Schnabel

Tel.: 07164 79-229

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