30.04.2026, 14:00 - 16:00 Uhr, Online-Veranstaltung,
Lieferkettengesetz: konzeptuelle Debatten und zivilgesellschaftliche Erfahrungen. Wo stehen wir heute?
Ziel der Veranstaltung ist es einen Einstieg in die Problematik des deutschen und europäischen Lieferkettengesetzes und die jüngsten Änderungen anzubieten.
Dabei sollen ursprüngliche Erwartungen und bisherige Erfahrungen zivilgesellschaftlicher Akteure aus dem Globalen Süden und dem Globalen Norden vorgestellt und diskutiert werden. Das Thema des Mercosur-EU-Abkommens sollte ggf. miteinbezogen werden.
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- Referierende
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Thema
Im Fokus steht die zentrale Frage: Kann die EU-Lieferkettensorgfaltspflichtenrichtlinie tatsächlich ein Schritt zu mehr internationaler Solidarität sein, oder manifestiert sie vor allem wirtschaftspolitische Machtverhältnisse? Ist das EU-Lieferkettengesetz nach der Abstimmung im EU-Parlament im November 2025 überhaupt noch ein Schritt zu internationaler Solidarität?
Wir analysieren die polit-ökonomischen Beweggründe hinter solchen Standards und beleuchten die konkreten, oft widersprüchlichen Erfahrungen zivilgesellschaftlicher Akteure aus dem Globalen Norden und Süden. Dabei gehen wir auf das Spannungsfeld zu Handelsabkommen wie dem Mercosur-EU-Abkommen ein.
Gewinnen Sie ein tieferes Verständnis für die komplexen realpolitischen, wirtschaftlichen und ethischen Dimensionen der aktuellen Lieferkettendebatte. Lernen Sie aus den konkreten Perspektiven der Praxis und diskutieren Sie mit uns, wie regulatorische Ansätze tatsächlich zu mehr Gerechtigkeit in globalen Wertschöpfungsketten beitragen können. Nehmen Sie teil an der Debatte über die Zukunft verantwortungsvoller Wirtschaftsbeziehungen.
Programm
14:00
Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Andrés Musacchio
14:15
Die politische Ökonomie internationaler sozialer und ökologischer Standards: Die EU-Lieferkettensorgfaltspflichtenrichtlinie (CSDDD) als Schritt zu internationaler Solidarität?
Prof. Dr. Johannes Jäger
14:35
Neue Lieferkettengesetze und sozio-ökologische Krisen: Die entscheidende Rolle transnationaler Netzwerke der Zivilgesellschaft
Prof. Dr. Almuth Schilling-Vacaflor
14:55
Die Rolle der Zivilgesellschaft
Felix Roll
15:15
Diskussion mit dem Publikum
Referierende
Leitung
Prof. Dr. Andrés Musacchio
Prof. Dr. Andrés Musacchio
Studienleiter
Referenten / Mitwirkende
Prof. Dr. Johannes Jäger
Professor, FH BFi Wien, Wien
Felix Roll
Eine Welt Fachpromotor für faires und zukunftfähiges Wirtschaften, Werkstatt Ökonomie e.V., Werkstatt Ökonomie e.V., Heidelberg
Prof. Dr. Almuth Schilling-Vacaflor
Prof für International Business, Society and Sustainability, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Weitere Infos
Tagungsnummer
641326
Anmeldeschluss
29.04.2026
Zielgruppen
Student*innen, Interessierte an internationale Wirtschaft und Politik, Verantwortliche in Einrichtungen der Entwicklungsarbeit, Mitarbeitende von Finanzinstitutionen. Mitglieder politischer Parteien, Aktivisten*innen der Zivilgesellschaftsorganisationen, Journalisten*innen, Wissenschaftler*innen, am Thema Interessierte
Veranstalter
Evangelische Akademie Bad Boll
Preis pro Person
Ihre Teilnahme ist kostenfrei.
Geschäftsbedingungen siehe: : www.ev-akademie-boll.de/agb
Der Dachverband Evangelische Akademien in Deutschland e. V. (EAD) ist ein anerkannter Träger der bpb. Der Unterträger Evangelische Akademie Bad Boll ist Mitglied der EAD.
Themengebiete
- Gesellschaft, Staat, Recht
- Internationale Politik, Europa
- Wirtschaft, Arbeit, Digitalisierung
- Soziales, Gesundheit, Demographie
Kontakt
Kristin Tomaschko
Tagungsorganisatorin
E-Mail an: kristin.tomaschko@ev-akademie-boll.de
Tel.: 07164 79-212
Kooperationspartner
TraSAs





