24.10.2023, 19:00 - 21:15 Uhr, Präsenzveranstaltung, Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

Reale Begegnung und virtuelle Welten. Zur Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehung für die Gesundheit

Reihe via medici: Zum Weg und zu Grundfragen der Medizin

Digitale Produkte haben das Leben verändert. Künstliche Intelligenz treibt die Entwicklung weiter voran. Wenn diese Werkzeuge unter unserer Kontrolle bleiben, können sie bereichern. Doch immer mehr Menschen erliegen ihrem Sog und fliehen in virtuelle Welten. In seinem neuen Buch mahnt der Arzt und Neurowissenschaftler Joachim Bauer: Reale Begegnungen sind für die Entwicklung des menschlichen Selbst, für unsere Gesundheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar. Auch für das ärztliche Handeln gilt, dass KI zwar ärztliches Handeln ergänzen, Patientenkontakt und Zuwendung aber nie ersetzen kann.

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Thema

Der Mensch ist ein soziales, auf Beziehung und Gemeinschaft hin angelegtes Wesen. Robinson war froh, dass Freitag hinzukam, und Adam war froh an Eva: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist." Denn das Wesentliche verdanken wir uns nicht selbst. Es wird uns geschenkt in realen Begegnungen: Das Leben, die Liebe, die Sprache.
In unserer Zeit scheint diese menschliche Grundbestimmung in Frage gestellt. Kinder, die nur schwer Kontakt zu ihren Bezugspersonen finden, weil diese im Banne ihres Smartphones stehen. Millionen Menschen, die ihr Existenzgefühl auf ihre Social Media Accounts übertragen haben. Weitere Millionen, die den Escape von der Wirklichkeit suchen, indem sie täglich stundenlang gamen. In diesen unübersehbaren Phänomenen unserer Gegenwart sieht der Arzt, Neurowissenschaftler und Psychotherapeut Joachim Bauer einen "Realitätsverlust", so der Titel seines jüngsten Buches. Der Bestseller-Autor setzt dagegen: Reale Begegnungen, zwischenmenschliche Erfahrungen und analoge Präsenz sind für die Entwicklung des menschlichen Selbst, für unsere Gesundheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar. Auch für das ärztliche Handeln gilt es dies im Auge zu behalten. Zum einen, um den digitale Realitätsverlust als Ursache von Nöten und Erkrankungen zu erkennen. Zum anderen als Mahnung, dass KI zwar zunehmend ärztliches Handeln ergänzen, Patientenkontakt und Zuwendung aber nie ersetzen wird. Denn der Mensch kann vieles entbehren, nur den Menschen nicht.

Programm

Dienstag, 24. Oktober 2023

19:00

Ankommen

19:15

Begrüßung und Einführung ins Thema

Dr. Jürgen de Laporte
Dr. Dietmar Merz

19:25

Reale Begegnung und virtuelle Welten. Zur Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehung für die Gesundheit.

Prof. Dr. med. Joachim Bauer

20:35

Dialog:

Dr. de Laporte und Prof. Dr. Bauer im Gespräch

20:50

offene Diskussion

21:15

Abschluss

Pfarrerin Monika Renninger
anschließend Begegnung

Referierende

Leitung

Dr. Dietmar Merz Dr. Dietmar Merz
Studienleiter


Dr. Jürgen de Laporte
Präsident, Bezirksärztekammer Nordwürttemberg

Referenten / Mitwirkende

Prof. Dr. med. Joachim Bauer
Neurowissenschaftler, Arzt und Psychotherapeut (Lehrtherapeut, Supervisor)

Pfarrerin Monika Renninger
Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart, Stuttgart

Weitere Infos

Tagungsnummer

410823

Anmeldeschluss

24.10.2023

Zielgruppen

Ärzt*innen, Patient*innen, Akteur*innen im Gesundheitswesen, interessierte Bürger*innen

Veranstalter

Evangelische Akademie Bad Boll

Ort

Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
Büchsenstraße 33
70174 Stuttgart

Preis

Ihre Teilnahme ist kostenfrei.

Geschäftsbedingungen siehe: : www.ev-akademie-boll.de/agb

Themengebiete

  • Soziales, Gesundheit, Demographie

Anmeldung beim Hospitalhof:

www.hospitalhof.de/programm/241023-reale-begegnung-und-virtuelle-welten/

Kontakt

Romona Böld

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: romona.boeld@ev-akademie-boll.de

Tel.: 07164 79-347

Kooperationspartner

Archiv

Diese Tagung hat bereits begonnen oder ist beendet.

Kontakt

Dietmar Merz

Dr. Dietmar Merz

Studienleiter

E-Mail an: Dietmar Merz

Tel.: 07164 79-235

Das Bild zeigt ein Portraitbild.

Romona Böld

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: Romona Böld

Tel.: 07164 79-347