Günther C. Kirchberger – Die Jahre in Bad Boll

Ausstellung: 28. Juni bis 13. September 2020

Als Maler, Zeichner und Graphiker sowie als akademischer Lehrer prägte er Generationen von Künstlerinnen und Künstler.

In den 1950er und 1960er Jahren stand Kirchberger im Zentrum der Stuttgarter Avantgarde-Szene und hatte als einer der ersten Künstler seiner Generation Anschluss an die internationale Kunstentwicklung gefunden. Nach einem London-Aufenthalt initiierte er 1956 die Gründung der Gruppe 11, der ersten abstraktexpressiv arbeitenden Künstlergruppe im Südwesten, zu der neben Kirchberger auch Georg Karl Pfahler gehörte. Zusammen mit Pfahler hat Kirchberger nach 1960 zur Etablierung der neuen Kunstrichtung des sogenannten „Hard Edge“ in Deutschland beigetragen. 1996 zog Günther C. Kirchberger von Stuttgart nach Bad Boll und ist schon bald eine feste Größe im Kunst- und Kulturleben der Region geworden.

Gemeinsam mit der Schloss-Filseck-Stiftung der Kreissparkasse Göppingen zeigt die Akademie vom 28. Juni bis 13. September in einer Doppelausstellung im Schloss und den Räumlichkeiten der Evangelischen Tagungsstätte Bad Boll Arbeiten aus dem Spätwerk Kirchbergers.

Dass Günther C. Kirchberger als Künstler für eine Ausstellung im Jubiläumsjahr der Akademie ausgewählt wurde, unterstreicht die Wertschätzung der Akademie für den Avantgardisten. Denn mit der Evangelischen Akademie Bad Boll verband Günther C. Kirchberger ein enges Verhältnis, auch durch die persönliche Verbundenheit zum ehemaligen Studienleiter Albrecht Esche. Einige seiner Werke sind heute als Schenkungen im Besitz der Akademie wie beispielsweise seit 2001 das Bild „Hoffnung – Gewissheit“.

Die Ausstellung beleuchtet das gesamte Spätwerk, das in Bad Boll im Zeitraum von 1996 bis zum Tod von Günther C. Kirchberger im Jahr 2010 entstanden ist. Diese letzte Schaffensperiode in Bad Boll ist durch eine hohe Produktivität gekennzeichnet.

Am 24. Juli findet unter dem Titel „Menschverinnerlichung“ um 18 Uhr ein Abendgespräch in Erinnerung an Günther C. Kirchberger statt. Weitere Infos dazu finden Sie hier.

Die Teilnahme am Gesprächsabend ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung unter ursula.aldrian@ev-akademie-boll.de ist unbedingt erforderlich.

Ein einführendes Video zur Ausstellung ist hier abrufbar.

Die Arbeiten Günther C. Kirchbergers sind im Eingangsbereich, dem Hauptflur, im Festsaal sowie im Durchgang zur und in der Kapelle im Hauptgebäude ausgestellt. Die Ausstellung ist über die Rezeption der Evangelischen Tagungsstätte Bad Boll/Evangelischen Akademie Bad Boll zu erreichen. 

Dauer der Ausstellung: 28. Juni bis 13. September 2020
Öffnungszeiten: Mo. bis Sa. 08:00-20:00 Uhr. Um eine Anmeldung unter 07164 79-100 wird gebeten.
Leitung: Prof. Dr. Hans-Ulrich Gehring, Studienleiter
Informationen: ursula.aldrian@ev-akademie-boll.de
Titelbilder: „Ihm einen Purpurmantel“, Günther C. Kirchberger, Entstehungsjahr 2009.

Öffnungszeiten

montags bis freitags
9-18 Uhr
An Feiertagen und am Wochenende auf Anfrage
(Telefon 07164 79-100)

Kontakt

E-Mail an: Hans-Ulrich Gehring

Tel.: 07164 79-218

Ursula Aldrian

Ursula Aldrian

Tagungsorganisatorin

E-Mail an: Ursula Aldrian

Tel.: 07164-79-233