25 Jahre Flüchtlingsfrauentagung

„In Deutschland sind etwa 40 Prozent aller Asylsuchenden und Flüchtlinge weiblich", sagt Anna Büllesbach, Leiterin der Nürnberger Zweigstelle des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen.

(c) Reinhard Becker

Sie kommen aus Afrika, Albanien, dem Irak und Iran, aus Russland, Serbien, Sri Lanka und Syrien: Rund 80 Teilnehmerinnen nehmen an der 25. Tagung der Flüchtlingsfrauen teil, die heute in der Evangelischen Akademie Bad Boll begonnen hat. Die Frauen verbindet ein Leben im Exil und damit die Herausforderung, sich in einer neuen Kultur und Gesellschaft zu orientieren. „Die Zahl von Mädchen und Frauen weltweit, die wegen Konflikten und Menschenrechtsverletzungen ihre Heimat verlassen mussten, ist derzeit so hoch wie seit langem nicht mehr“, betonte Anna Büllesbach, Leiterin der Nürnberger Zweigstelle des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR): „In Deutschland sind etwa 40 Prozent aller Asylsuchenden und Flüchtlinge weiblich. Sie sind auf der Suche nach Schutz, nach einer neuen Heimat. Es ist wichtig, ihre speziellen Bedürfnisse, aber auch Potenziale zu sehen und anzuerkennen.“

„Die Ziele der Tagungen für Flüchtlingsfrauen sind Hilfe zur Selbsthilfe, Zugang zu Informationen, die Stärkung von Ressourcen, Begegnung, Erfahrungsaustausch, Partizipation sowie die Einflussnahme auf künftige gesellschaftliche Prozesse“, sagte Birgit Dinzinger, Leiterin der Abteilung Migration und Internationale Diakonie, Landeskirchliche Beauftragte für den Migrationsdienst, Diakonisches Werk Württemberg.

Auf dem Programm der Tagung, die die Evangelische Akademie Bad Boll gemeinsam mit der Diakonie Württemberg organisiert, stehen nicht nur Austausch, Lobbyarbeit und Informationen über das Asylverfahren, die berufliche Anerkennung sowie das Thema Gesundheit. Auch das 25-jährige Jubiläum der erfolgreichen Veranstaltungsreihe wird gefeiert: Mit einer Luftballonaktion und bei einem Festabend mit Musik und Tanz. „Die Akademie Bad Boll ist der richtige Ort, um der Tristesse der Flüchtlingsunterkünfte einmal zu entkommen“, sagte Studienleiter Wolfgang Mayer-Ernst.

Die Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg, Bilkay Öney, musste ihre Teilnahme an der Jubiläumstagung kurzfristig absagen. 

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