Abschlusskonferenz des entwicklungspolitischen Dialogs Welt:Bürger gefragt!

Höhepunkt eines intensiven entwicklungspolitischen Dialogs

Bei der Abschlusskonferenz am 18.9. im Stuttgarter Landtag

Stuttgart - „Die heutige Abschlusskonferenz Welt:Bürger gefragt! im Stuttgarter Landtag ist der Höhepunkt eines intensiven entwicklungspolitischen Dialogprozesses. Wir hatten Anfang des Jahres alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Entwicklungspolitik engagieren, dazu aufgerufen, ihren Sachverstand, ihre Erfahrungen und Vorstellungen einzubringen. Aus diesen vielen Anregungen hat nun ein Expertengremium einen Vorschlag für die neuen entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes formuliert. Als Initiator dieses entwicklungspolitischen Bürgerdialogs bedanke ich mich bei allen, die sich daran konstruktiv beteiligt haben. Wir haben von den Akteuren wichtige Impulse bekommen, die wir nun aufgreifen, stimmig umsetzen und gemeinsam mit Leben erfüllen“, so Europaminister Peter Friedrich in Stuttgart. Und Landesbischof Dr. h.c. Frank Otfried July ergänzte: „Der Dialog ist gut – jetzt gilt es, dessen Ergebnisse in unserem reichen Land in nachweisbares Regierungshandeln zu übersetzen.“


Friedrich erläuterte, dass sich über 1.500 Bürgerinnen und Bürger in den Workshops der Initiative eingebracht hätten. Mehr als 120 Verbände haben Stellung bezogen, viele Abgeordnete und alle Ministerien haben sich beteiligt. „Eine derart breite, dynamische und direkte Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger hat es in der deutschen Entwicklungspolitik bislang noch nicht gegeben. Dabei ist eine breite entwicklungspolitische Koalition entstanden - einhellig getragen von den demokratisch gewählten Delegierten aus den Bürgerkonferenzen. Mit dieser Koalition sind wir bei der Vernetzung der entwicklungspolitischen Akteure, dem ersten großen Anliegen des Dialogs, ein großes Stück vorangekommen. Die vielen Vorschläge und Ideen, Kooperationen und Projekte, die auf den Veranstaltungen entstanden sind, belegen dies.“


Minister Friedrich betonte abschließend, dass Entwicklungspolitik in Baden-Württemberg eine Gemeinschaftsaufgabe sei, die vor allem vom effizienten und professionellen Engagement der zivilgesellschaftlichen Organisationen, der Bürgerinnen und Bürger getragen werde: „Eine angemessene Mitsprache ist dabei unverzichtbar. Staatliche Mittel sollen dieses Engagement unterstützen und fördern, nicht ersetzen.“


Die Initiative „WELT:BÜRGER GEFRAGT!“

In zwölf Bürgerkonferenzen und Themengesprächen im ganzen Land diskutierten seit April 2012 mehr als 1.500 Bürger ihre Ideen und Vorschläge für die Entwicklungszusammenarbeit mit Minister Peter Friedrich und anderen Vertretern der Landesregierung. 120 Verbände und Organisationen reichten Stellungnahmen ein.
Zu jeder Veranstaltung gehörten  Workshops, in denen Positionen und Anregungen gesammelt wurden. Der Bürger-Dialog wurde von der evangelischen Akademie Bad Boll moderiert. Ein Fachbeirat mit entwicklungspolitischen Experten begleitete den Prozess, wertete Ergebnisse aus und erarbeitete daraus einen Vorschlag für neue entwicklungspolitische Leitlinien des Landes. Die Vorschläge gehen nun in das Regierungshandeln und in die weiteren parlamentarischen Beratungen in den Fraktionen des Landtags ein.

Dokumente zur Initiative „WELT:BÜRGER GEFRAGT!“

1. Vorschlag für neue Entwicklungspolitische Leitlinien des Landes Baden-Württemberg

2. Welt:Bürger gefragt! Handlungsvorschläge. Anlage zum Vorschlag für neue Entwicklungspolitische Leitlinien des Landes Baden-Württemberg

3. Rede von Minister Peter Friedrich am 18.9.2012 auf der Abschlusskonferenz Welt:Bürger gefragt!


Weitere Details und alle Dokumente zur Initiative „WELT:BÜRGER GEFRAGT!“ finden Sie unter www.baden-wuerttemberg.de/weltbuerger-gefragt sowie www.ev-akademie-boll.de/weltbuerger-gefragt.
Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg

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