Erste Zertifikate an Interkulturelle Lotsinnen und Lotsen überreicht

21 Teilnehmende wurden seit November 2018 als Brückenbauer_innen ausgebildet

Die Teilnehmenden des vorerst letzten Seminars erhalten ihre Zertifikate. Vom Team sind rechts im Bild Rebecca Frank, Johanniter-Unfall-Hilfe Baden-Württemberg und Projektleiter Dr. Thomas Haas. Foto: Markus Pagel, NABU

Bad Boll. Die ersten Zertifikate für interkulturelle Lotsinnen und Lotsen konnten am Sonntag, 24. März im Rahmen des Modellprojekts „Konzepte, Methoden und Instrumente interkulturellen Lernens in Verbänden und Vereinen“ in der Evangelischen Akademie Bad Boll überreicht werden. In den bisherigen drei Abschlussmodulen haben seit November 2018 insgesamt 21 Teilnehmende von NABU (Naturschutzbund Baden-Württemberg) und Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) das gemeinsame Schulungsprogramm erfolgreich abgeschlossen, weitere Seminare stehen im Herbst an.

Das Projekt erhofft sich von den Lotsinnen und Lotsen eine Funktion als Brückenbauer_innen und Ansprechpartner_innen in ihrem konkreten haupt- oder ehrenamtlichen Arbeitsfeld. Zugleich sind Synergieeffekte in der Verbandsinterkultur zwischen JUH und NABU gewünscht. In einer Praxisphase zwischen Basis- und Abschlussmodul sollten die Teilnehmenden Projekte entwickeln und umsetzen. Von Vorschlägen zu einer diskriminierungsfreien Verbandskommunikation bis zu Schulungskonzepten, von der Anbahnung von Begegnungen bis zur systematischen Hinterfragung des Alltagshandelns: Sie führten in Eigenregie vor Augen, in welcher Vielfalt Ideen zum interkulturellen Lernen kooperativ entwickelt und umgesetzt werden können – und dass das Thema der Interkultur nicht nur mit Fragen der Herkunft, Religion und Sprache verknüpft werden muss, sondern mit jeglicher Form von Diskriminierung oder Privilegien. Diese Erfahrungen dürfen die Lotsinnen und Lotsen nun als Multiplikator_innen in ihren Verbänden einbringen und teilen. Nach den drei Abschlussmodulen soll es im Herbst mit weiteren Seminaren weitergehen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Naturschutzbund (NABU) beteiligen sich an dem Projekt, weil sie die gesamte Gesellschaft erreichen und abbilden möchten und zudem überzeugt sind, dass die Beschäftigung mit interkulturellen Kompetenzen eine bleibende Gegenwarts- und Zukunftsaufgabe ist. Sie wollen Synergien nutzen und hoffen, dass daraus neue Netzwerke, Freundschaften, Aktionen und Projekte entstehen werden.

Ein Teilnehmer sagte zu dem Seminar: „Gesunde Lebensbedingungen und eine intakte Umwelt sind für alle Menschen gleich wichtig und daher sollten auch möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen in die Aktivitäten [meines Verbands] einbezogen werden. Neben den konkreten Anregungen zur möglichen Umsetzung von mehr biologischer und kultureller Vielfalt bietet der Kurs auch sehr lebendige und vielfältige Denkanstöße über persönliche Standpunkte in der Gesellschaft."

Das Projekt ist eingebettet in das Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Als eines von 18 Modellprojekten bundesweit erprobt die Akademie Wege zur langfristigen Einbettung inter- und transkultureller Kompetenzen. Das Team besteht aus Projektleiter Dr. Thomas Haas / Evangelische Akademie Bad Boll, Markus Pagel, NABU Baden-Württemberg und Rebecca Frank von der Johanniter-Unfall-Hilfe Baden-Württemberg.

https://www.ev-akademie-boll.de/projekte/interkulturelle-lotsen.html

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