Michaelisakademie: Von Teufel zur ­Todsünde

Die Akademie startet einen neuen Themen-Zyklus bei ihrem Jahresfest.

Im zehnten Jahren gibt es jetzt die Michaelisakademie. Mit dieser Festveranstaltung erinnert die Evangelische Akademie Bad Boll an ihren Gründungstag, den Michaelistag im ersten Nachkriegsherbst. Verschiedenen Aspekten des Themas »Verantwortung« waren die Veranstaltungen im zurückliegenden Jahrzehnt gewidmet. Zum Auftakt 1998 hatte sich der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel in einer Grundsatzrede mit der Rolle des Staates und der Mitverantwortung der Bürger befasst. Ihm folgten am Rednerpult u. a. Lothar Späth, der Ökumeniker Hans Küng, der Steuerrechtler Paul Kirchhof und ZDF-Intendant Markus Schächter.

Mit der diesjährigen Michaelisakademie beginnt nun ein neuer Themen-Zyklus: Künftig geht es um die sog. Todsünden und die Frage, was die Sündenbegrifflichkeit in aktuellen Kontexten an Anstößigem offenbart. Zu dieser Themenentscheidung hat nicht zuletzt die Überlegung inspiriert, dass der Erzengel Michael als Namenspatron der Veranstaltungsreihe ja schon seit jeher eine besondere Rolle im Akademiegeschehen spielt. Als Anführer der himmlischen Heerscharen hat er Satanas bezwungen, der – so heißt es in der Offenbarung – »die ganze Welt verführet«. Von Michaelis beschirmt will sich die Akademie jetzt szenisch, musikalisch und diskutierend den ambivalenten Aspekten der Tugend- und Lasterhaftigkeit zuwenden.

Zum Einstieg hat sie sich die Todsünde der Trägheit ausgesucht und dazu einen höchst facettenreichen Abend geplant (30. Sept. 2007). Auf dem Programm stehen Musik von Brecht/Weill, Lesungen, Szenen und Tanz »zur Trägheit des Herzens, dem leeren Treiben im Stillstand aus Überdruss an der Welt«, aber auch Gespräche und eine Einführung zur »Aktualität der Todsünden« von »Psychologie Heute«-Chefredakteur Heiko Ernst. Kontakt: Joachim L. Beck, Tel. 07164 79206.

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