Neu in der Akademie: Prof. Dr. theol. Georg Lämmlin und Albrecht Knoch

Zwei neue Studienleiter ergänzen das Akademieteam in Bad Boll.

Georg Lämmlin, Albrecht Knoch (v.l. © privat, bateaublanc)

Am 1. September 2016 nehmen zwei neue Studienleiter ihre Arbeit an der Evangelischen Akademie in Bad Boll auf: Prof. Dr. theol. Georg Lämmlin wird im Themenbereich „Wirtschaft, Globalisierung, Nachhaltigkeit“ für den Arbeitsschwerpunkt „Wirtschaftsethik, Global Governance und Europa“ zuständig sein. Albrecht Knoch beginnt seinen Dienst als Pfarrer im Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt mit Sitz in Ulm.

Georg Lämmlin, geboren in Obereggenen, Baden, studierte in Bethel und Heidelberg Evangelische Theologie mit dem Schwerpunkt Sozialethik. Mit einer Arbeit über Schleiermachers Kirchenverständnis wurde er 1991 von der theologischen Fakultät der Universität Heidelberg promoviert. Von 1991 bis 1996 absolvierte er Lehrvikariat und Probedienst in der Evangelischen Landeskirche in Baden. Von 1996 bis 2002 war er Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Religionspädagogik in Heidelberg und habilitierte sich 2002 dort mit einer homiletischen Arbeit „Über die Lust am Wort und den Widerstand der Schrift“ für die Praktische Theologie.

Von 2003 bis 2008 war Georg Lämmlin Gemeindepfarrer in Mannheim, von 2008 bis 2011 Leiter des Projekts „Junge evangelische Verantwortungseliten“ in der Evangelischen Akademie Baden. Von Mai 2011 bis August 2016 leitete er das Theologische Institut der Universität Mannheim, seit 2014 als außerplanmäßiger Professor für Praktische Theologie. Hier lehrte er neben Religionspädagogik auch Ethik mit dem Schwerpunkt Theologische Wirtschaftsethik. Personale und organisationale Integrität, gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung sowie wirtschaftsethische Bildung bilden den Schwerpunkt seiner Interessen.

Die Aufgabe einer „Großen Transformation“ zur sozial-ökologischen Wirtschaft spiegelt sich für ihn vor allem in der Frage nach der Entwicklung entsprechender Strukturen und Prozesse von Global Governance sowohl in den Unternehmen wie in den internationalen, insbesondere europäischen, wirtschaftlichen Steuerungsinstitutionen. Die Evangelische Akademie sieht er als Diskursplattform für die unterschiedlichen Akteure in diesem Feld. Dabei ist ihm wichtig, den Menschen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft die evangelische Kirche als einen Raum der Anerkennung und des Respekts zu vermitteln wie dem sachgerechten wirtschaftsethischen Diskurs Raum in der kirchlichen Kommunikation zu geben.

Georg Lämmlin ist verheiratet und hat vier Kinder. 

Albrecht Knoch ist seit 2011 von Sigmaringen aus als Co-Dekan in die Leitung des Kirchenbezirks Balingen – insbesondere bei Visitationen und der Begleitung der Pfarrerinnen und Pfarrer – eingebunden und zugleich als geschäftsführender Pfarrer für die Gestaltung der strukturellen Veränderungsprozesse in der Kirchengemeinde Sigmaringen verantwortlich.

Seit seinem Freiwilligendienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Frankreich ist Albrecht Knoch in der deutsch-französischen Begegnung engagiert, heute als Mitglied der grenzüberschreitenden ökumenischen Fachgruppe der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen. Nach dem Theologiestudium in Tübingen, Berlin und Paris mit Schwerpunkten in der Geschichte der Laizität, der frühen ökumenischen Bewegung und der Theologie der Ostkirche, war Knoch Vikar in Tübingen. Seither befasst er sich mit der Migrationsthematik, besonders bei der Begleitung und Integration der Russland-Deutschen. In diesem Bereich entwickelte er als Pfarrer in Leutkirch im Allgäu nachhaltige Modelle in Kooperation mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren.

Während seiner Zeit als Pfarrer in der französischen lutherischen Kirche in der Region Montbéliard hat Knoch die Herausforderungen kirchlichen Lebens als Minderheit unter den Bedingungen einer strikten Trennung von Staat und Religion kennengelernt und unter diesen Voraussetzungen im Gespräch mit politischen Verantwortlichen die öffentliche Wahrnehmung der Kirche befördert. Als Leitmotiv seines kirchlichen Handelns nennt Knoch „die spannungsreiche Beziehung von ‚Kampf und Kontemplation‘, wie ich es während meines längeren Aufenthalts bei der Communauté de Taizé kennengelernt habe.“ 

Als Pfarrer im KDA möchte er mit dem Team der KDA-Pfarrer und -Pfarrerin insbesondere seine Erfahrungen im Bereich der Migrationsthematik und interkultureller Öffnung sowie in der europäischen Zusammenarbeit der Kirchen einbringen. 

Albrecht Knoch ist mit der Pädagogin Anna Barbara Schrön verheiratet, sie haben fünf Kinder. 

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