Liberté. Toujours

Impulstext zu einem Dialog über Freiheit

Marktplatz des Dorfs Roybon, Frankreich. Freiheitsstatue von Frédéric Auguste Bartholdi, 1906. Bild: Albrecht Knoch

Freiheit ist das wichtigste Prinzip für unser Zusammenleben, für die Demokratie und die Gesellschaft.
Die kleine Kopie der Freiheitsstatue steht dafür wie ein Sinnbild in einem kleinen französischen Dorf: Mitten im Alltag, auf dem Marktplatz, erinnert sie an die Allgemeine Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte.

Freiheit reicht dabei immer so weit, wie meine Freiheit nicht die Freiheit meines Gegenübers einschränkt. Freiheit ist in einer Bezogenheit auf die Menschen in meiner nächsten, meiner weiteren, ja sogar der weltweiten Nachbarschaft zu denken und zu gestalten. Freiheit und Sozial-Ethik gehören zusammen.

Die Verfassungstexte in Deutschland und Frankreich sind ganz klar, Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit gehören in einer Demokratie dazu. Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union hält fest: „Die Union gründet sich auf die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität.“
Als Christinnen und Christen verstehen wir uns im Glauben als die „Freigelassenen der Schöpfung“ (Jürgen Moltmann) und so kann Paulus schreiben (1. Kor. 10,23): Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist gut für den Zusammenhalt.

Aber immer wieder wird der Begriff der Freiheit instrumentalisiert. In Frankreich wird bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen der Ruf „Liberté“ skandiert, während in Deutschland Stimmung gegen angebliche Denk- und Sprechverbote gemacht wird.

Es wird darauf ankommen, die Grundtexte des Zusammenlebens zur Freiheit immer in Erinnerung zu haben, wenn wir dagegen und gegen Diskriminierung oder Hassrede eintreten. Sie sind wie eine „Gebrauchsanleitung für Freiheit“, die dann in Kirche und Gesellschaft umgesetzt und weiter entfaltet werden muss, mitten im Alltag.

Eine Möglichkeit zum Dialog darüber bietet die Veranstaltung "Liberté. Mode d’Emploi" am 7. November 2022 in Tübingen. Hier können Sie sich dafür anmelden.

Seit 2016 ist Albrecht Knoch Wirtschafts- und Sozialpfarrer beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) in Ulm. Der KDA ist ein Fachdienst der Evangelischen Akademie Bad Boll in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

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Alexander Bergholz

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